Im Rahmen des Tarifkonflikts im öffentlichen Dienst der Länder sind am Mittwoch die Hochschulen in Berlin und Brandenburg von Streiks betroffen. Die Gewerkschaft Verdi hat die Angestellten der Universitäten sowie der Forschungseinrichtungen dazu aufgerufen, an den Demonstrationen am Alten Markt in Potsdam und auf dem Bebelplatz in Berlin teilzunehmen.
Nach Informationen der Gewerkschaft sind Einschränkungen in Bibliotheken zu erwarten, und auch Lehrveranstaltungen könnten verkürzt werden. Verdi fordert eine Gehaltserhöhung von sieben Prozent für die Beschäftigten, mindestens jedoch 300 Euro monatlich. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder, zu der auch Berlin und Brandenburg zählen, hat diese Forderungen als nicht finanzierbar zurückgewiesen. Zudem kritisiert die Gewerkschaft, dass die Tarifgemeinschaft in zwei Verhandlungsrunden bislang kein konkretes Angebot unterbreitet hat. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, die Auswirkungen auf die Bevölkerung zu betrachten, wie etwa den Stromausfall in Berlin: Auswirkungen auf 50.000 Haushalte und Einrichtungen, der ebenfalls in der Diskussion steht.
Es ist zu erwarten, dass es bis zur dritten Verhandlungsrunde, die vom 11. bis 13. Februar stattfindet, zu weiteren Warnstreiks kommen wird. Diese könnten auch die Folgen für Infrastruktur und kritische Einrichtungen betreffen, was die Situation weiter verschärfen könnte.
Zusätzlich wird die Sicherheit in den öffentlichen Verkehrsmitteln thematisiert, da die BVG nächtliche Öffnung der Bahnhöfe für Obdachlose ausschließt, was in der aktuellen Lage ebenfalls diskutiert wird.
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Bildquelle: Quelle: Foto: (Augustin-Foto) Jonas Augustin