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Technikmuseum Berlin: Dringender Ruf nach neuem Depot zur Rettung historischer Schätze

Das Berliner Technikmuseum steht vor einer kritischen Herausforderung: Die aktuellen Lagerhallen sind marode und bergen immense Risiken für die über 200.000 wertvollen Exponate. Regen dringt…

Technikmuseum Berlin: Dringender Ruf nach neuem Depot zur Rettung historischer Schätze

Das Berliner Technikmuseum steht vor einer kritischen Herausforderung: Die aktuellen Lagerhallen sind marode und bergen immense Risiken für die über 200.000 wertvollen Exponate. Regen dringt ein, Tiere verursachen Schäden und ein fehlender Brandschutz bedroht die deutsche Technikgeschichte vor dem Totalverlust. Das Museum appelliert dringend an den Senat, eine Lösung für ein neues, sicheres Depot zu finden.

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Dringender Handlungsbedarf

  • Die Lagerhallen in Reinickendorf sind in einem desolaten Zustand.
  • Regen, Tiere und fehlender Brandschutz gefährden die Sammlung.
  • Über 80 Prozent der nicht ausgestellten Exponate sind betroffen.
  • Ein Totalverlust der Sammlung bei einem Brand wird befürchtet.

Gefährdete Technikgeschichte

In den über 100 Jahre alten Hallen lagern wahre Schätze der deutschen Technikgeschichte, darunter ein einzigartiges Ganzmetallflugzeug vom Typ Junkers W34. Doch die Bausubstanz lässt zu wünschen übrig: Regen tropft durch das Dach, und Schädlinge wie Insekten, Ratten, Marder und sogar Waschbären dringen ein. Ein Waschbär nutzte beispielsweise ein historisches Einbaum-Boot monatelang als Toilette, was für die empfindlichen Exponate eine Katastrophe darstellt.

Brandschutz als größtes Risiko

Das größte Problem ist jedoch der fehlende Brandschutz. Die Feuerwehr hat signalisiert, dass sie im Brandfall nicht eingreifen würde. Museumsdirektor Joachim Breuninger warnt eindringlich vor einem Totalverlust der Sammlung, die als eine der größten technikhistorischen Sammlungen der Welt gilt. "Das darf auf keinen Fall passieren", betont er.

Mögliche Lösungsansätze

Das Museum hat zwei Hauptoptionen für ein neues Depot ins Auge gefasst:

  1. Neubau in Brandenburg: Finanziert durch einen privaten Investor.
  2. Umzug in das ehemalige Ford-Werk in der Goerzallee, Berlin-Steglitz: Dieses Gelände gilt als Favorit.

Die Goerzallee als bevorzugter Standort

Museumsdirektor Breuninger favorisiert die Goerzallee. Das Gelände sei ideal erreichbar für Lkw, verfüge über einen Schienenanschluss und ermögliche sogar die Anlieferung großer Objekte per Schiff über den Teltowkanal. Obwohl für den Neubau in Brandenburg ein unterschriftsreifer Vertrag vorliegt, hofft das Museum auf die Realisierung des Standorts in Berlin.

Zögern des Senats und wirtschaftliche Interessen

Das Gelände in Steglitz gehört dem Land Berlin, und die Wirtschaftsverwaltung zögert, die Zustimmung zu erteilen. Sie verweist auf die hohe Bedeutung des Areals für Unternehmensansiedlungen im Südwesten Berlins, wo kaum noch freie Gewerbeflächen dieser Größe vorhanden sind. Dies führe bereits dazu, dass Unternehmen abwandern.

Politische Unterstützung und dringender Appell

Unterstützung erhält das Museum vom SPD-Abgeordneten Sven Heinemann, der auch Vorsitzender des Fördervereins ist. Er hebt die Anziehungskraft des Museums hervor und betont die Wichtigkeit des Erhalts der Berliner Wirtschafts- und Industriegeschichte. Sowohl Heinemann als auch Breuninger sind überzeugt, dass auf dem ehemaligen Ford-Gelände Platz für beide Nutzungen – Museum und Gewerbe – vorhanden ist. Heinemann fordert eine schnelle Entscheidung noch in diesem Jahr, um die Haushaltsberatungen nicht zu gefährden. Depotleiter Dietmar Ruppert unterstreicht die Dringlichkeit: "Jeder Tag zählt", da die Exponate mit jedem weiteren Tag in den maroden Hallen leiden.

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