Die Hofjägerallee im Berliner Stadtteil Tiergarten trägt nun den Namen Helmut-Kohl-Allee. Diese Umbenennung wurde am Samstag vollzogen und folgt einem Beschluss des Berliner Senats, der am 30. September gefasst wurde. Die Straße erstreckt sich von der Siegessäule durch den Tiergarten bis zur Bundesgeschäftsstelle der CDU.
Am späten Vormittag fand die offizielle Enthüllung des neuen Straßenschildes statt. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) äußerte bei der Feier in der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung, dass es an der Zeit sei, eine Straße in Berlin nach Dr. Helmut Kohl zu benennen, um dessen historische Verdienste angemessen zu würdigen. Wegner betonte, dass Europa, Deutschland und insbesondere Berlin viel von Kohl zu verdanken hätten.
Das Bezirksamt Mitte erklärte, dass die Benennung der Straße nach dem ehemaligen Bundeskanzler Helmut Kohl dessen historische Leistungen sichtbar mache und im öffentlichen Raum verankere. Kohl war von 1982 bis 1998 im Amt und spielte eine entscheidende Rolle bei der Wiedervereinigung Deutschlands. Gleichzeitig ist er aufgrund seiner Verstrickung im CDU-Spendenskandal umstritten.
Die Diskussion um ein angemessenes Gedenken an Helmut Kohl in Berlin besteht bereits seit mehreren Jahren. Kohl ist Ehrenbürger der Stadt, und die Regierungsparteien CDU und SPD hatten im Koalitionsvertrag von 2023 vereinbart, eine Straße oder einen Platz nach ihm zu benennen. Wegner hatte im September auf einem CDU-Landesparteitag angekündigt, dass die Hofjägerallee umbenannt werden solle, was kurz darauf durch den Senatsbeschluss bestätigt wurde.
Quellen: t-online, taz, berlin.de
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