Der 1. FC Union Berlin und Stürmer Andrej Ilic sind nach dem Spiel gegen den SC Freiburg sichtlich frustriert über den Videobeweis. Ilic dachte, er hätte endlich sein erstes Saisontor erzielt, doch nach einer minutenlangen Überprüfung durch den VAR wurde der Treffer wegen einer knappen Abseitsposition aberkannt.
VAR-Entscheidung sorgt für Unverständnis
Andrej Ilic jubelte bereits über seinen vermeintlichen Führungstreffer in der 85. Minute, doch die Freude währte nur kurz. Nach einer Ecke von Christopher Trimmel hatte er den Ball über die Linie gedrückt, was nach elf Pflichtspielen und fast 1.000 Minuten die ersehnte Erlösung bedeutet hätte. Der VAR schaltete sich ein, da Rani Khedira eine Fußlänge im Abseits gestanden haben soll. Nach einer vier Minuten und 25 Sekunden dauernden Überprüfung bat Schiedsrichter Sören Storks zur Überprüfung am Bildschirm, entschied dann aber, das Tor nicht zu geben.
- Der Treffer von Andrej Ilic wurde wegen einer knappen Abseitsposition von Rani Khedira aberkannt.
- Die Überprüfung dauerte über vier Minuten.
- Union-Verantwortliche und Spieler zeigten sich verärgert über die Entscheidung.
Khedira und Baumgart kritisieren die Entscheidung
Rani Khedira konnte die Entscheidung des VAR nicht nachvollziehen. Er argumentierte, den Torwart nicht behindert und selbst im Zweikampf mit einem Gegenspieler gestanden zu haben, während der Torwart freie Sicht auf den Schützen gehabt hätte. Auch Trainer Steffen Baumgart sah keine aktive Behinderung und kritisierte die Aberkennung des Tores.
Gerechtes Unentschieden trotz Ärger
Obwohl der Frust über die VAR-Entscheidung groß war, konnten Trainer Steffen Baumgart, Rani Khedira und Geschäftsführer Horst Heldt das 0:0-Unentschieden letztlich als gerecht anerkennen. Dies lag auch daran, dass dem SC Freiburg in der ersten Halbzeit ebenfalls ein Tor aberkannt wurde. Die Fans beider Lager zeigten sich jedoch unzufrieden mit den langen Unterbrechungen, die dem Spielfluss schaden.
Andrej Ilic‘ wachsende Frustration
Für Andrej Ilic, der bisher noch ohne Saisontor ist, ist die Situation besonders bitter. Er investiert viel Arbeit für die Mannschaft, gewinnt Kopfballduelle und versucht, Bälle abzulegen, doch die fehlenden Erfolgserlebnisse vor dem Tor zehren an ihm. Die Unterstützung von Verein und Mitspielern ist nun entscheidend, damit er sein Selbstvertrauen nicht verliert, wie es bei seinem Vorgänger Jordan Siebatcheu der Fall war.