Berlin steht unter Beobachtung, da zwei tote Kraniche auf Vogelgrippe untersucht werden. Während Brandenburg bereits von einem großen Ausbruch betroffen ist, werden in der Hauptstadt vorsorglich Maßnahmen ergriffen, um die Tierbestände in Zoos und Tierparks zu schützen. Die Ergebnisse der Laboruntersuchungen werden mit Spannung erwartet.
Key Takeaways
- Zwei tote Kraniche in Berlin werden auf Vogelgrippe untersucht.
- Brandenburg verzeichnet einen rasanten Ausbruch der Vogelgrippe mit tausenden toten Wildvögeln.
- Berliner Zoo und Tierpark ergreifen vorsorglich Maßnahmen zum Schutz ihrer Tiere.
- Die Vogelgrippe gilt für Menschen als ungefährlich.
Vogelgrippe-Verdacht in Berlin
Zwei tote Kraniche, die in den Berliner Bezirken Buch und Marzahn-Hellersdorf gefunden wurden, werden derzeit im Landeslabor auf Vogelgrippe untersucht. Sollten die Tests positiv ausfallen, werden die Proben zur Bestätigung an das Friedrich-Loeffler-Institut weitergeleitet. Bislang gab es in Berlin in diesem Jahr noch keine bestätigten Fälle der Vogelgrippe. Die Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz beobachtet die Situation genau.
Brandenburg Stark Betroffen
In Brandenburg breitet sich die Vogelgrippe rasant aus. Nach ersten Feststellungen bei rastenden Kranichen im Linumer Rhinluch sind mittlerweile sechs Landkreise und eine kreisfreie Stadt betroffen. Allein im Kreis Ostprignitz-Ruppin rechnet man mit über 10.000 toten Wildvögeln. Die schnelle Ausbreitung erschwert die Eindämmung des Virus, und zwei Kreise planen bereits eine Stallpflicht für Geflügel.
Vorsichtsmaßnahmen in Zoos und Tierparks
Obwohl in den Berliner Zoos und im Tierpark bislang keine Fälle von Vogelgrippe aufgetreten sind, werden vorsorglich Maßnahmen ergriffen. In enger Absprache mit den zuständigen Behörden werden besonders empfängliche Vogelarten, wie Pelikane, Gänse, Enten, Hühner, Perlhühner und Schwäne, vorzeitig in ihre Winterquartiere gebracht. Diese Maßnahme sollte ursprünglich erst in zwei Wochen erfolgen. Im Jahr 2022 musste der Zoo Berlin wegen eines Vogelgrippe-Falls für mehrere Wochen schließen.
Forderungen nach Tierseuchenübung
Die Berliner Grünen fordern eine gemeinsame Tierseuchenübung, da Berlin bisher nicht an den jährlichen Übungen Brandenburgs teilnimmt. Kritisiert wird zudem die Streichung von Mitteln für eine Tierseuchenübung im Jahr 2027 durch den Berliner Senat. Die Vogelgrippe, auch Geflügelpest genannt, ist eine hochansteckende und oft tödlich verlaufende Infektionskrankheit bei Vögeln, die für Menschen laut Experten ungefährlich ist.