Beim Aufbau von Warnsirenen kommt Berlin weiterhin nicht so schnell voran wie angekündigt. Eigentlich sollten bis Jahresende 450 Anlagen installiert sein, es werden aber wohl nur 411, wie die Innenverwaltung am Freitag auf -Anfrage mitteilte.
Die restlichen 39 Sirenen würden voraussichtlich bis Ende März aufgebaut, hieß es. Es habe „Verzögerung im Vergabeverfahren“ gegeben.
Bundesweiter Warntag und zukünftige Pläne
Sirenen heulen in Berlin erstmals nach mehr als 30 Jahren wieder. 110 weitere Sirenen sollen in den kommenden Jahren hinzukommen, sofern das Abgeordnetenhaus die nötigen Mittel im Haushalt bereitstellt. Einsatzbereit sind nach Angaben der Innenverwaltung aktuell rund 300 Warnanlagen, während anderen noch die technische Abnahme fehlt. Das Ziel von 411 Sirenen bis Jahresende hatte Innensenatorin Iris Spranger (SPD) ursprünglich bereits für Ende 2022 ausgegeben. Lieferschwierigkeiten trugen zur Verzögerung bei.
Fortschritte beim Katastrophenschutz
Langsamer als geplant kommt auch der Aufbau der sogenannten Katastrophenschutz-Leuchttürme voran, die als Not-Anlaufstellen für die Bevölkerung in besonderen Ausnahmesituationen wie längeren Stromausfällen dienen. Nach Angaben der Innenverwaltung sind von 45 geplanten Standorten aktuell 14 einsatzbereit. Seit über einem Jahr gibt es dort keinen Fortschritt. Die Innenverwaltung verweist auf die Zuständigkeit der Bezirke. Von den geplanten 147 ehrenamtlich besetzten Katastrophenschutz-Informationspunkten sind bislang nur ein Bruchteil betriebsbereit, wobei der Innenverwaltung 18 Standorte bekannt sind.
Bildquelle: Daniil Zameshaev auf Unsplash