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Was das Aus für das Eierhäuschen im Berliner Plänterwald bedeutet

Die Schließung des Restaurants Ei-12437-B im Eierhäuschen im Berliner Plänterwald, die am 14. Dezember 2025 erfolgt, ist die Folge eines sinkenden Gästeaufkommens. Betreiberin Jessica Sidon…

Was das Aus für das Eierhäuschen im Berliner Plänterwald bedeutet

Die Schließung des Restaurants Ei-12437-B im Eierhäuschen im Berliner Plänterwald, die am 14. Dezember 2025 erfolgt, ist die Folge eines sinkenden Gästeaufkommens. Betreiberin Jessica Sidon verkündete, dass der Betrieb nach weniger als zwei Jahren eingestellt wird. Erst im Februar 2024 hatte das Restaurant eröffnet.

Die landeseigene Gesellschaft Grün Berlin kündigte vor fast zwei Wochen an, dass sie mit der Suche nach einem Nachfolger für den Gastronomiebetrieb begonnen hat. Laut Sidon begründet sich die Entscheidung zur Schließung in den geringen Besucherzahlen, die hauptsächlich auf die Wochenenden beschränkt waren. Während sie sich eine höhere Frequentierung durch die ursprünglich geplante Teileröffnung des nahegelegenen Spreeparks erhoffte, wurde die Eröffnung nun auf frühestens 2027 verschoben.

Einfluss der Umstände auf die Geschäftszahlen

Besucher am Schiffsanleger in der Nähe des Eierhäuschens blieben ebenfalls aus, sodass der Umsatz oftmals nicht ausreichte, um die laufenden Kosten zu decken. Sidon erklärte, dass die Gäste vor allem, um einen Kaffee oder Kuchen zu genießen, kamen und selten bereit waren, mehr auszugeben. Ihr zufolge war der durchschnittliche Umsatz pro Gast auf ein Maximum von 10 Euro beschränkt.

Zusätzlich haben Bauarbeiten im September und Oktober die Möglichkeit des Biergartenbetriebs stark beeinträchtigt, was die Situation weiter verschlimmerte. Die unzureichende Parkplatzsituation und mangelhafte Beleuchtung trugen zur Verkürzung der Öffnungszeiten bei. Angesichts dieser Herausforderungen wurde am Amtsgericht Charlottenburg bereits im Oktober ein Insolvenzverfahren über das Vermögen der Eierhäuschen Essen+Trinken GmbH eingeleitet.

Finanzielle Unterstützung und Pachtfragen

Die landeseigene Gesellschaft bedauert die bevorstehende Schließung und führte an, dass sie in der Vergangenheit bereits auf die Umsatzpacht verzichtet und die Basispacht während der Jahre 2023 und 2025 erheblich gesenkt hatte. Derzeit beträgt diese nur rund ein Drittel der ursprünglich vereinbarten Summe.

Ein Angebot zur Stundung der Pacht bis Mitte 2026 wurde von Sidon abgelehnt, da sie aus vorherigen Erfahrungen nicht bereit war, dieses Risiko erneut einzugehen. Ihre eigenen Vorschläge fanden bei Grün Berlin keine Zustimmung, was zur Konsequenz hatte, dass die Schließung unvermeidbar war.

Zukunft des Eierhäuschens und Gastronomiekonzept

Die Diskussion über die zukünftige Ausrichtung des Eierhäuschens bleibt spannend. Sidon äußerte Zweifel am Finanzierungsmodell des neuen Gastronomieangebots, das weiterhin auf regionale Zutaten und einen hohen Anteil an veganen und vegetarischen Speisen setzt. Insbesondere die finanzielle Rentabilität könnte unter den gegebenen Umständen fraglich sein, insbesondere in den Wintermonaten mit begrenzten Gästezahlen.

Grün Berlin plant, dass der Nachfolgebetrieb, dessen Eröffnung für die erste Jahreshälfte 2027 angedacht ist, ebenfalls eine qualitativ hochwertige Gastronomie bietet. Ein temporärer Betreiber für den Biergarten könnte jedoch bereits ab April 2026 engagiert werden, um diesen während der Sommermonate zu öffnen.

Jessica Sidon plant, nach dem Ende ihres Betriebs eine Pause einzulegen und in eine Festanstellung zu wechseln, um sich finanziell neu zu orientieren. Ihre Erfahrungen im Bereich der Gastronomie und die Herausforderungen, mit denen diese Branche konfrontiert ist, zeigt sie in ihren Aussagen deutlich auf.

Bildquelle: EchoMediaGroup / Ricardo Bohn

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