Bei einem Brand in einem Einfamilienhaus in Berlin-Mahlsdorf (Marzahn-Hellersdorf) verlor am Montagabend ein sieben Jahre alter Junge sein Leben. Feuerwehrvertreter berichteten, dass das Kind zunächst aus den Flammen gerettet werden konnte. Es wurde vom Rettungsdienst reanimiert, verstarb jedoch später im Rettungswagen aufgrund seiner Verletzungen.
Zehn weitere Bewohner des Hauses, darunter drei fünfjährige Kinder, konnten sich gemäß Polizeiangaben unversehrt in Sicherheit bringen. Die Angehörigen des verstorbenen Kindes erhielten Unterstützung von der psychosozialen Notfallversorgung.
Einsatzkräfte vor Ort
Der Feuerwehr wurde am Montag gegen 18:30 Uhr Alarm geschlagen. Die Einsatzkräfte fanden das zweigeschossige Einfamilienhaus, das laut Feuerwehrangaben vollständig in Flammen stand. Bei ihrem Eintreffen brannte es bereits im Erdgeschoss und im Dachstuhl.
Anwesende berichteten den Einsatzkräften, dass sich der siebenjährige Junge noch im Gebäude befinden könnte. Die Suche gestaltete sich jedoch als schwierig, da die Holztreppe bereits abgebrannt war. Mit tragbaren Leitern gelang es den Feuerwehrleuten, bis zu dem bereits leblosen Kind vorzudringen.
Großer Feuerwehreinsatz
Insgesamt waren knapp 70 Feuerwehrleute an dem Löscheinsatz beteiligt, der am späten Abend beendet wurde. Das Haus ist nun unbewohnbar. Die Feuerwehr stellte fest, dass der Einsatz auch für die Einsatzkräfte eine besondere Herausforderung darstellte, weshalb ein Nachsorgeteam alarmiert wurde. Der Tod eines Kindes während eines Einsatzes ist für Rettungskräfte besonders belastend.
Am Dienstag waren die Ursachen für den Brand weiterhin unklar. Ein Brandkommissariat des Landeskriminalamts hat die Ermittlungen übernommen.