Der langjährige Intendant der Berliner Festspiele, Ulrich Eckardt, ist verstorben. Er starb in der Nacht zu Dienstag im Alter von 91 Jahren nach kurzer Krankheit, wie die Berliner Festspiele mitteilten.
Der Kulturmanager, Musiker und Jurist leitete die Berliner Festspiele von 1973 bis ins Jahr 2000. In einer Mitteilung der Festspiele wurde er als „über Jahrzehnte hinweg eine prägende Persönlichkeit der internationalen und Berliner Kulturszene“ beschrieben.
Prägende Festivalformate unter Eckardt
Unter seiner Intendanz entwickelten sich zentrale Festivalformate wie die Internationalen Filmfestspiele Berlin (Berlinale), die Berliner Festwochen, das Theatertreffen, das Jazzfest Berlin, die Musik-Biennale sowie die Gesprächsreihe Berliner Lektionen im Renaissance-Theater. Ein Höhepunkt seiner Leitung war die Verantwortung für zahlreiche künstlerische Schwerpunkte zur Wiedervereinigung.
Berliner Festspiele als wichtige Kulturinstitution
Die Berliner Festspiele veranstalten in eigener Regie verschiedene Festivals und Kunstausstellungen, Konzerte, Tanz- und Theateraufführungen. Dafür nutzen sie vor allem ihre zwei eigenen Häuser: den Martin-Gropius-Bau und das Haus der Berliner Festspiele. Seit 2002 sind die Berliner Festspiele eine Kulturinstitution der Bundesrepublik Deutschland. Gemeinsam mit ihren beiden „Schwestern“, der Berlinale und dem Haus der Kulturen der Welt, bilden sie die Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH.
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