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Zuschlag für S-Bahn-Ausschreibung in Berlin erteilt

Am 8. Juli 2026 wurde der rechtskräftige Zuschlag für die S-Bahn-Ausschreibung der Teilnetze Stadtbahn und Nord-Süd an ein Bieterkonsortium erteilt, das aus S-Bahn Berlin, Siemens Mobility und Stadler Deutschland besteht. Dies ermöglicht den Beginn der Herstellung von 350 neuen S-Bahn-Halbzügen z…

Zuschlag für S-Bahn-Ausschreibung in Berlin erteilt
George Frewat auf Pexels

Am 8. Juli 2026 wurde nach dem Abschluss des Nachprüfungsverfahrens zur S-Bahn-Ausschreibung für die Teilnetze Stadtbahn und Nord-Süd der Zuschlag an ein Konsortium bestehend aus S-Bahn Berlin, Siemens Mobility und Stadler Deutschland erteilt. Dies markiert den Beginn des Herstellungsprozesses für 350 neue S-Bahn-Halbzüge mit insgesamt 1.400 Wagen. Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) hat die Länder in diesem Verfahren unterstützt und wird auch weiterhin das Vertragsmanagement übernehmen.

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Öffentliche Vorstellung des Projekts

Im Rahmen einer Pressekonferenz präsentierten Berlins Verkehrssenatorin Ute Bonde, Bürgermeister und Finanzsenator Stefan Evers sowie Vertreter des beauftragten Konsortiums und der Geschäftsführungen des VBB und der S-Bahn Berlin den Projektstart. Ute Bonde betonte, dass die Zuschlagserteilung einen bedeutenden Schritt zur Modernisierung der Berliner S-Bahn darstellt. Die neuen Halbzüge sollen nicht nur den Fahrgästen zugutekommen, sondern auch die Grundlage für den Ausbau des Angebots schaffen, um der steigenden Fahrgastnachfrage gerecht zu werden. In diesem Zusammenhang ist es auch wichtig, dass Berlin und BSI eine Zusammenarbeit im Bereich Cybersicherheit vereinbaren.

Wirtschaftliche Bedeutung für die Region

Stefan Evers hob hervor, dass die Entscheidung für einen modernen und zuverlässigen S-Bahn-Verkehr die Weichen für die Zukunft stellt. Auch Brandenburgs Minister für Infrastruktur und Landesplanung, Robert Crumbach, betonte die Vorteile für das Umland, da die S-Bahn die Wohnortattraktivität erhöht und Pendlern eine schnelle Anbindung an Berlin bietet. Ein neuer Werkstattstandort in Fredersdorf soll zudem die Wartungskapazitäten für die neue Flotte sicherstellen.

Langfristige Perspektiven für die S-Bahn

Heiko Büttner, Geschäftsführer der S-Bahn Berlin, äußerte sich erfreut über die Vergabe, die eine langfristige Perspektive für die Mitarbeiter schafft. Die S-Bahn Berlin wird weiterhin den Betrieb und die Instandhaltung der neuen Fahrzeuge übernehmen. Michael Peter, CEO von Siemens Mobility, betonte die Rolle des Unternehmens bei der Entwicklung innovativer Technologien für ein nachhaltiges S-Bahn-System in Berlin.

Fahrzeugflotte und Instandhaltung

Die Betriebsaufnahme und Einflottung der neuen S-Bahn-Fahrzeuge sind für den Jahresbeginn 2032 geplant und sollen bis 2038 abgeschlossen sein. Die neuen Fahrzeuge werden die Bestandsbaureihen 480 und 481 ersetzen. Der Verkehrsvertrag für die Betriebsleistungen hat eine Laufzeit von 15 Jahren, während der Instandhaltungsvertrag über 30 Jahre gilt und die Wartung der neuen Fahrzeuge sichert. Diese wird in bestehenden Werkstätten der S-Bahn Berlin sowie in einem neuen Instandhaltungswerk in Fredersdorf-Vogelsdorf erfolgen.

Moderne Ausstattung der neuen Züge

Die neuen S-Bahn-Fahrzeuge werden mit einer vollständigen Klimatisierung, modernen Fahrgastinformationssystemen, automatischen Schiebetritten für barrierefreien Zugang und Videotechnik ausgestattet. Zudem erfüllen sie strenge Lärmschutzanforderungen.

Neue Struktur für den S-Bahn-Betrieb

Mit dem Zuschlag wird auch die Landesanstalt Schienenfahrzeuge Berlin (LSFB) gegründet, die eine nachhaltige Finanzierung der Fahrzeuge und der Werkstattum- und -neubauten ermöglicht. Die LSFB wird zudem ein professionelles Monitoring der Qualität der öffentlich finanzierten Fahrzeuge und Werkstätten sicherstellen.

Zusammenarbeit für eine effiziente S-Bahn

Begleitend zur Ausschreibung haben die Länder Berlin und Brandenburg zusammen mit der DB InfraGO die Voraussetzungen geschaffen, um ab Anfang der 2030er Jahre in einer neuen Steuerungs- und Dispositionszentrale (SDZ) eine zentrale Leitstelle für die Berliner S-Bahn zu etablieren. Dies soll ein schnelles und abgestimmtes Reaktionsmanagement im Störungsfall sowie eine durchgängige Kommunikation mit den Fahrgästen gewährleisten.

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Quellen: berlin.de, Berliner Zeitung

Bildquelle: George Frewat auf Pexels

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