Nachrichten aus Berlin und der Region

Aktuelles Echo
Zwei Personen nach Beschädigung von Wahlplakaten in Schöneberg festgenommen Zwei Personen nach Beschädigung von Wahlplakaten in Schöneberg festgenommen Vor 25 Minuten Körperverletzung nach versuchtem Trickdiebstahl in Berlin-Mitte Körperverletzung nach versuchtem Trickdiebstahl in Berlin-Mitte Vor 26 Minuten Aktualisierte Empfehlungen zur Corona-Impfung für Risikogruppen Aktualisierte Empfehlungen zur Corona-Impfung für Risikogruppen Vor 2 Stunden Frau stirbt bei Wohnungsbrand in Lichtenrade Frau stirbt bei Wohnungsbrand in Lichtenrade Vor 3 Stunden Polizeieinsatz nach Brandmeldealarm in Hotel führt zu Festnahme Polizeieinsatz nach Brandmeldealarm in Hotel führt zu Festnahme Vor 4 Stunden Wettervorhersage für Berlin am 9. August 2026 Wettervorhersage für Berlin am 9. August 2026 Vor 9 Stunden House-Event 2027 im Dreiländereck: Ticketverfügbarkeit nun eröffnet House-Event 2027 im Dreiländereck: Ticketverfügbarkeit nun eröffnet Vor 14 Stunden Union Berlin: Verletzungssorgen nach Trainingsabbruch von Neuzugang Latte Lath Union Berlin: Verletzungssorgen nach Trainingsabbruch von Neuzugang Latte Lath Vor 23 Stunden Ermittlungen nach Schusswaffeneinsatz in Kreuzberg Ermittlungen nach Schusswaffeneinsatz in Kreuzberg Vor 1 Tag Fahrradfahrer bei Verkehrsunfall in Rummelsburg verletzt Fahrradfahrer bei Verkehrsunfall in Rummelsburg verletzt Vor 1 Tag

Angriffe auf Journalisten: Polizei schaltet sich nach AfD-Parteitag in Erfurt ein

Nach dem AfD-Parteitag in Erfurt ermittelt die Polizei wegen Angriffe auf Journalisten, die von mutmaßlichen Demonstranten verletzt wurden. Politische Reaktionen und eine kritische Diskussion über Pressefreiheit entfachen sich.

Angriffe auf Journalisten: Polizei schaltet sich nach AfD-Parteitag in Erfurt ein
dpositphotos

Polizei ermittelt nach Übergriffen auf Journalisten beim AfD-Parteitag

Im Anschluss an den AfD-Parteitag in Erfurt hat die Thüringer Polizei Ermittlungen eingeleitet, die sich auf Angriffe mutmaßlicher Demonstranten gegen Medienschaffende mehrerer rechtsgerichteter Medien konzentrieren. Polizeipräsident Thomas Quittenbaum berichtete, dass drei Mitarbeiter des Portals Apollo News am Rande der Proteste körperlich angegriffen wurden. Darüber hinaus wurde einem Journalisten der Zeitung Junge Freiheit das Mobiltelefon gestohlen. Die Polizei hat bereits einige Verdächtige ausfindig gemacht.

🎁 Gewinnspiel

Jetzt Newsletter abonnieren und gewinnen!

Melde dich zum kostenlosen Newsletter an und nimm automatisch an unserem Gewinnspiel teil. Wir verlosen 500 × 100 € Wunschgutscheine unter allen Abonnenten.

Politische Reaktionen und Stellungnahmen

Georg Maier, Innenminister von Thüringen (SPD), erklärte, dass die Kriminalpolizei die Ermittlungen übernommen habe. Ein Vertreter der Landespolizeidirektion Thüringen betonte, dass zahlreiche Hinweise eingegangen seien und man aufgrund des umfangreichen Bildmaterials von erfolgreichen Ermittlungen ausgehe. Max Mannhart, Chefredakteur von Apollo News, bezeichnete die Angriffe auf die Journalisten als gezielte Verfolgung und körperliche Gewalt. Er veröffentlichte ein Video, auf dem zu sehen ist, wie Reporter von einer Gruppe Demonstranten verfolgt werden.

Relativierung der Angriffe durch Protestgruppen

Das Bündnis Widersetzen, welches die Proteste gegen den AfD-Parteitag mitorganisierte, relativierte die Angriffe auf die Journalisten. Ein Sprecher äußerte sich dahingehend, dass „Faschisten mit einem Presseausweis immer noch Faschisten“ seien und sie bei den Aktionen nicht willkommen seien. Diese Äußerung wurde insbesondere von der Union und den Grünen kritisiert, die die Übergriffe auf Journalisten scharf verurteilten. Franziska Brantner, Vorsitzende der Grünen, betonte, dass jede Form von Gewalt bei Demonstrationen inakzeptabel sei und der Schutz der Pressefreiheit ein unverhandelbares Grundrecht darstelle.

Demonstrationen gegen die AfD

Während des Parteitags wurden die Parteivorsitzenden Tino Chrupalla und Alice Weidel in ihren Ämtern bestätigt. Nach Polizeiinformationen nahmen über 31.000 Personen an den Protesten gegen den Parteitag teil, während die Bündnisse Zusammenstehen und Widersetzen von etwa 50.000 Demonstrierenden berichteten. Die Aktivisten hatten das Ziel, den Parteitag zu verhindern, was jedoch nicht gelang. Suraj Mailitafi, ein Sprecher des Bündnisses, erklärte, dass jeder Fall, in dem einem AfD-Mitglied der Zugang zur Veranstaltung erschwert wurde, als Erfolg gewertet werde.

Polizeiliche Auswertung der Proteste

Die Thüringer Polizei zog eine positive Bilanz des Einsatzes und erklärte, dass das Wochenende trotz der hohen Zahl an Demonstrierenden weitgehend friedlich verlaufen sei. Dennoch wurden einige Übergriffe auf Medienschaffende und Livestreamer registriert. Bis Sonntagmittag zählte die Polizei 65 Straftaten und 13 Ordnungswidrigkeiten, die hauptsächlich Sachbeschädigungen, Körperverletzungen und Verstöße gegen das Versammlungsgesetz umfassten. Zudem wurden elf Polizeibeamte leicht verletzt.


Quellen: Die Zeit, Der Spiegel

Bildquelle: dpositphotos

Artikel teilen:

Empfehlungen für dich.