Bei einem gewaltsamen Vorfall in einem Gefängnis in Sri Lanka sind 19 Personen gestorben, darunter vier Wachmänner. Darüber hinaus wurden mehr als 100 Menschen verletzt, was diesen Aufstand zu einer der schwersten Gefängnisunruhen seit Jahren macht.
Hintergrund des Vorfalls
Die Ausschreitungen ereigneten sich in der Nacht im Negombo-Gefängnis, das fast 10.000 Insassen beherbergt. Laut Angaben der Polizei kam es zu Kämpfen zwischen Mitgliedern zweier Drogenbanden. Die verletzten Personen wurden umgehend in das Krankenhaus von Negombo, nördlich der Hauptstadt Colombo, transportiert.
Details zur Verletztenzahl
Die Direktorin des Krankenhauses, Pushpa Gamlath, berichtete, dass 19 Leichname in ihrer Einrichtung eingeliefert wurden. Zudem seien zahlreiche Insassen und Wachmänner mit Schussverletzungen behandelt worden, wie Gamlath telefonisch bestätigte.
Reaktionen und Maßnahmen
Um die Situation unter Kontrolle zu bringen, wurden Polizeikräfte eingesetzt, die jedoch nicht direkt im Gefängnis tätig wurden. Vor dem Gefängnis versammelten sich zahlreiche Angehörige der Insassen, während die Behörden Drohnen zur Überwachung der Lage einsetzten. Ein Polizeibeamter erklärte: „Vier Wachmänner wurden getötet, als sie versuchten, die Unruhen zu beenden. Die Situation eskalierte in den frühen Morgenstunden.“
Vergleich mit früheren Vorfällen
Im Dezember 2020 kam es in einem anderen Gefängnis zu Unruhen, bei denen 11 Insassen starben und 117 weitere verletzt wurden. Diese Vorfälle traten während der COVID-19-Pandemie auf, was dazu führte, dass die Regierung hunderte von Insassen aus überfüllten Gefängnissen entließ. Aktuellen Daten zufolge halten die Gefängnisse in Sri Lanka derzeit 41.250 Insassen, was etwa dem Vierfachen ihrer Kapazität entspricht.
Quellen: euronews
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