Oallen – In einem Vorfall, der zunächst nach einem Mordfall aussah, erlebte die Polizei in Australien eine peinliche Wendung. Fast einen ganzen Tag lang wurde ein vermeintlicher Leichenfund untersucht, bis schließlich nach rund 20 Stunden klar wurde, dass die vermeintlichen Überreste nicht menschlich waren. Dieser Vorfall begann am Sonntag in Oallen, im Bundesstaat New South Wales, rund 60 Kilometer von Goulburn entfernt. Zwei Passanten entdeckten am Straßenrand einen verlassenen Koffer und vermuteten darin die Überreste einer Frau, woraufhin sie sofort die Polizei informierten.
Die eingesetzten Beamten nahmen den Hinweis ernst, was mehrere australische Medien berichten. Der Tatort wurde umgehend abgesperrt, und Forensiker sowie Kriminalbeamte wurden zur Untersuchung des Fundortes hinzugezogen. Laut Angaben der Polizei des Bundesstaates New South Wales begann die Ermittlungsarbeit am Sonntag gegen 12:50 Uhr (Ortszeit). Erst am Montagmorgen kam die Entwarnung: Bei dem vermeintlichen Leichenfund handelte es sich um eine extrem realistische Sex-Puppe.
Ein Missverständnis mit weitreichenden Folgen
Die Attrappe war mit Kleidung, Haaren und sogar einem Nasenpiercing ausgestattet und wies darüber hinaus Merkmale auf, die wie Blutergüsse und Schürfwunden wirkten. Diese Details hatten die Ermittler vorübergehend in die Irre geführt. Polizeichefin Linda Bradbury, die den zuständigen Polizeidistrikt Hume leitet, erklärte, dass die Attrappe „sehr realistisch“ wirkte und deshalb anfänglich für menschliche Überreste gehalten wurde. Um keine Spuren am möglichen Tatort zu gefährden, wurden die üblichen Ermittlungsverfahren befolgt.
Ursprung der Attrappe bleibt unklar
Positiv zu vermerken ist, dass die beiden Passanten, die den Koffer entdeckten, alles richtig gemacht haben, indem sie unverzüglich die Behörden informierten, anstatt den Fundort weiter zu untersuchen. Letztlich konnte die Polizei den Fall zügig abschließen. Es gab keinen Mord, und die Ermittlungen wurden eingestellt. Die Fragen, wie der Koffer mit der vermeintlichen Leiche an diesem abgelegenen Ort gelandet ist, bleiben jedoch weiterhin ungeklärt.
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Bildquelle: Bildquelle: JOSHUA COLEMAN auf Unsplash
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