In einer Lederfabrik im hessischen Runkel sind drei Menschen ums Leben gekommen, während zwei weitere schwer verletzt wurden. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen, um die genauen Umstände des Vorfalls zu klären. Im Fokus stehen dabei die Chemikalien, die in einer Grube der Gerberei vermutet werden.
Der tragische Arbeitsunfall ereignete sich am Donnerstagnachmittag in der Kleinstadt mit etwa 9.500 Einwohnern im Landkreis Limburg-Weilburg. Laut dem Landesinnenministerium wurden die schwer verletzten Männer mit Rettungshubschraubern in Krankenhäuser transportiert, wo sie sich in einem kritischen Zustand befinden. Rund 150 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Gefahrenabwehr waren vor Ort, um die Situation zu bewältigen.
Ermittlungen zur Todesursache
Nach Angaben von Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) gehen die Ermittler davon aus, dass in der Grube Kohlenmonoxid entstanden sein könnte, was zu den tödlichen Verletzungen der Arbeiter geführt hat. Erste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die Männer nacheinander in die Grube gestiegen sind und dort verunglückt sind.
Untersuchung der Chemikalien
Die Opfer wurden am späten Nachmittag aus der Auffangklärgrube der Gerberei geborgen, nachdem sie von einem Mitarbeiter entdeckt worden waren. Die genauen Chemikalien, mit denen die Arbeiter in Kontakt gekommen sind, müssen noch ermittelt werden. Kreisbrandmeister René Schultheis berichtete, dass Spezialisten hinzugezogen werden, um die Substanzen zu analysieren.
Da in dem Betrieb mit verschiedenen Chemikalien gearbeitet wird, wurden die Einsatzkräfte, die direkt mit den verletzten Personen in Kontakt standen, vorsorglich dekontaminiert und einem Arzt vorgestellt. Dies betraf etwa 45 bis 50 Einsatzkräfte, die in der Gefahrenzone tätig waren.
Die Ermittlungen der Kriminalpolizei werden sich nun darauf konzentrieren, die genauen Umstände des Unglücks zu klären und mögliche Sicherheitsmängel im Umgang mit Chemikalien zu identifizieren.
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