Bereits in ihrem ersten Buch „Zonenkinder“ setzte sich Jana Hensel zu Beginn des neuen Jahrtausends kritisch mit der weit verbreiteten Darstellung der ehemaligen DDR auseinander. Dieses Werk entwickelte sich zu einem Bestseller, und Hensel thematisierte weiterhin die Spannungen sowie Unterschiede zwischen West- und Ostdeutschland. Angesichts des Rechtsrucks im Osten, der sich nicht nur in den Wahlergebnissen zeigt, beleuchtet ihr aktuelles Buch „Es war einmal ein Land“ die Gründe, warum viele Menschen in Ostdeutschland das Vertrauen in die Demokratie verloren haben – und welche Perspektiven sich daraus ergeben. In diesem Kontext ist auch Irgendetwas ist passiert von Bedeutung, da es die gesellschaftlichen Veränderungen thematisiert. Zudem wird in Für immer Bärbel die persönliche Dimension dieser Entwicklungen aufgezeigt. Hensels Werk ist ein wichtiger Beitrag zur Diskussion über die Identität und die Herausforderungen in der ehemaligen DDR, die auch in Die Rückkehr der Bilder behandelt werden.
Jana Hensel Natascha Zivadinovic