Die Akademie der Künste am Hanseatenweg in Berlin lädt zur Eröffnung der Ausstellung „Every Artist Must Take Sides – Resonanzen von Eslanda und Paul Robeson“ ein. Die Schau beleuchtet die Rolle von Kunstschaffenden in politischen Auseinandersetzungen am Beispiel des berühmten afroamerikanischen Ehepaars.
Die Bedeutung politischer Stellungnahme
Die Ausstellung wirft die Frage auf, ob Künstlerinnen und Künstler es sich leisten können, politisch neutral zu bleiben. Im Zentrum stehen Eslanda und Paul Robeson, ein Paar, das sich aktiv für Bürgerrechte und soziale Gerechtigkeit einsetzte. Paul Robeson war ein weltweit gefeierter Sänger und Schauspieler, während Eslanda Robeson ihn mit ihrer Forschung und ihren Texten unterstützte.
Einblicke in das Leben und Wirken
Besucherinnen und Besucher können sich auf eine Kombination aus Archivmaterialien freuen, die das beeindruckende Wirken des Paares dokumentieren. Ergänzt wird dies durch Werke von 13 zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern, darunter Ariel Orah, Kirsten Reese und Matana Roberts. Diese modernen Interpretationen setzen sich mit den Themen auseinander, die auch die Robesons beschäftigten.
Zeitgenössische Perspektiven
Die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler bieten durch ihre Arbeiten neue Perspektiven auf die Relevanz von politischem Engagement in der Kunst. Die Ausstellung zeigt, wie die Fragen, die Paul und Eslanda Robeson aufwarfen, auch heute noch von großer Bedeutung sind. Ein Beispiel dafür ist Dread Scotts Performance „Slave Rebellion Reenactment“ aus dem Jahr 2020, die in der Ausstellung präsentiert wird.