Das Haus der Kulturen der Welt präsentiert die "School of Quilombismo: Gender Euphoria", ein wanderndes Programm, das sich innovativen Wissens- und Pädagogikpraktiken widmet. Dieses Jahr steht die Veröffentlichung der englischen und deutschen Übersetzung von Maria Clara Araújo dos Passos‘ Werk "Pedagogias das travestilidades" im Mittelpunkt, das die politischen Kämpfe der brasilianischen Travestie-Bewegung beleuchtet und Verbindungen zu globalen Entwicklungen zieht.
Kernerkenntnisse
- Das Programm "School of Quilombismo" erforscht unorthodoxe Wissens- und Pädagogikformen.
- Im Fokus steht die Übersetzung von "Pedagogias das travestilidades" von Maria Clara Araújo dos Passos.
- Es werden Verbindungen zwischen politischen Kämpfen der Travestie-Bewegung in Brasilien und weltweit gezogen.
- Der Begriff "Travesti" und seine Übersetzungskomplexität werden thematisiert.
- Ziel ist die Förderung interkulturellen Wissensaustauschs und gemeinsamer politischer Ziele.
Ein Programm der Begegnung und des Wissensaustauschs
Die "School of Quilombismo" ist ein dynamisches Format, das jährlich in verschiedenen Gestalten wie Bootstouren, Spaziergängen, Konzerten oder Filmvorführungen stattfindet. Die diesjährige Ausgabe konzentriert sich auf die Publikation der englischen und deutschen Übersetzung des wegweisenden Werks "Pedagogias das travestilidades" der Pädagogin Maria Clara Araújo dos Passos. Das Programm beleuchtet zentrale Aspekte und Erkenntnisse des Buches und analysiert die Verbindungen zwischen den politischen Kämpfen der brasilianischen Travestie-Bewegung und vergleichbaren Entwicklungen in anderen Ländern.
Die Herausforderung der Übersetzung und die Kraft der Identität
Der Titel des Programms, "Gender Euphoria", verweist sowohl auf die Herausforderungen emanzipatorischer Prozesse als auch auf das Glücksgefühl, das bei der Identitätsfindung entsteht. Die Übersetzung des Werks ins Englische und Deutsche ist ein wichtiger Schritt, um Zusammenhänge zwischen politischen Kämpfen auf verschiedenen Kontinenten herzustellen und einen intensiveren interkulturellen Wissensaustausch zu ermöglichen. Dabei wird auch die Komplexität der Übersetzung thematisiert, insbesondere bei Begriffen wie "Travesti", deren Nuancen sich einer einfachen Übertragung in europäische Diskurse entziehen. Ein Dialog zwischen Maria Clara Araújo dos Passos und der Übersetzerin Natalia Affonso vertieft diese Vieldeutigkeit und dient als Ressource, um die vielfältigen Dimensionen pädagogischer Diskurse in verschiedenen Kulturen zu verstehen. Der Beitrag unterstreicht die Bedeutung gemeinsamer politischer Ziele über sprachliche Unterschiede hinweg, um politisch aufgeladene Narrative global zu erfassen.
Mitwirkende bei diesem besonderen Programm sind unter anderem Camila Nobrega Rabello Alves, Maria Clara Araújo dos Passos, Sophie Maurer, Nara, Judy Alan Richter, Jules Rosskam, SİNEMA TRANSTOPIA, TRAVAMOLOTOV und Zoya.