Die verstorbene Holocaust-Überlebende Margot Friedländer wird posthum mit einer Sonderbriefmarke gewürdigt. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil wird das Postwertzeichen, das Friedländers Porträt und ihren Appell „Seid Menschen, seid vernünftig“ zeigt, am 25. November vorstellen. Friedländer, die bis zu ihrem Tod im Mai dieses Jahres als engagierte Zeitzeugin wirkte, setzte sich unermüdlich für Menschlichkeit und gegen Antisemitismus ein.
Würdigung Einer Lebenslangen Botschaft
- Margot Friedländer (1921-2025) wird posthum mit einer Sonderbriefmarke geehrt.
- Bundesfinanzminister Lars Klingbeil enthüllt die Marke am 25. November.
- Die Marke trägt Friedländers Porträt und ihren Appell „Seid Menschen, seid vernünftig“.
- Friedländer war eine aktive Zeitzeugin und setzte sich gegen Antisemitismus ein.
Die Sonderbriefmarke, die das Gesicht von Margot Friedländer ziert, trägt ihren eindringlichen Appell: „Schaut nicht auf das, was euch trennt. Schaut auf das, was euch verbindet. Seid Menschen, seid vernünftig.“ Dieser Aufruf war ein zentraler Bestandteil ihres unermüdlichen Engagements, die deutsche Gesellschaft zur Wachsamkeit gegenüber Antisemitismus zu mahnen.
Ein Vermächtnis der Menschlichkeit
Margot Friedländer verstarb im Mai im Alter von 103 Jahren. Als Ehrenbürgerin Berlins hatte sie jahrzehntelang Brücken der Versöhnung gebaut und sich vehement für Menschenrechte stark gemacht, während sie Hass und Antisemitismus entschieden entgegentrat. Ihre Stimme als Zeitzeugin war bis zuletzt von großer Bedeutung.
Das Bundesfinanzministerium gibt jährlich etwa 50 Sondermarken heraus, um bedeutende Persönlichkeiten und Ereignisse zu würdigen. Die Ehrung Friedländers mit dieser Sonderbriefmarke unterstreicht die anhaltende Relevanz ihres Erbes und ihrer Botschaft.