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Wie können Besucher die Arktis und Antarktis hautnah erleben?

Die Arktis und Antarktis werden für Interessierte erlebbar, ohne dass eine Reise erforderlich ist. Ab Samstag öffnet die Ausstellung „Polar Experience“ in der Arena-Berlin in…

Wie können Besucher die Arktis und Antarktis hautnah erleben?

Die Arktis und Antarktis werden für Interessierte erlebbar, ohne dass eine Reise erforderlich ist. Ab Samstag öffnet die Ausstellung „Polar Experience“ in der Arena-Berlin in Treptow ihre Pforten. Durch großflächige Projektionen, virtuelle Illusionen, Klangwelten und interaktive Exponate haben die Besucher die Möglichkeit, die Natur dieser Regionen hautnah zu erfahren. Thematische Schwerpunkte liegen auf den Polarlandschaften sowie deren Tierwelt, aber auch auf bedeutenden Forschungseinrichtungen wie dem Schiff „Polarstern“ oder der Neumayer-Station. Die Ausstellung präsentiert nicht nur beeindruckende Aufnahmen einer faszinierenden Natur, sondern thematisiert auch die Auswirkungen des Klimawandels auf die Arktis und Antarktis.

Die Ausstellung wurde in Kooperation mit wissenschaftlichen Institutionen und Polarforschern entwickelt und wird wissenschaftlich vom Alfred-Wegener-Institut begleitet. Polarforscher Markus Rex von der Universität Potsdam, der Teil des wissenschaftlichen Teams ist, betonte, dass die Arktis nicht nur eine eindrucksvolle Eislandschaft darstellt, sondern auch das Zentrum der globalen Erwärmung bildet. „Kein anderer Ort auf der Erde erwärmt sich so schnell wie die Arktis“, erklärte Rex, und wies darauf hin, dass die Ausstellung das Ziel verfolgt, Unterhaltung, Abenteuer und Wissenschaft miteinander zu verbinden.

Einblicke in die bedrohten Eiswelten

Rex erläuterte, dass die Besucher durch die Ausstellung die Möglichkeit erhalten, die Arktis zu erleben und zu verstehen, wie man diese einzigartigen Eislandschaften schützen kann. „Sie wird den Menschen die Gelegenheit geben, die Arktis in einem 360-Grad-Raum zu erfahren“, erwähnte er. Die Ausstellung vermittelt ein Gefühl der Expedition, ohne dass die Besucher vor Eisbären fürchten müssen, denn man kommt ihnen dennoch recht nahe.

Er stellte zudem klar, dass es nicht nur um das Erlebnis geht, sondern auch um das Verständnis der Bedrohungen, die der Klimawandel für diese Regionen mit sich bringt. „Wir müssen begreifen, was wir tun können, um einen erheblichen Teil des Eises zu bewahren“, fügte er hinzu.

Der „Act Now Raum“ und Möglichkeiten zum Handeln

Ein zentraler Punkt der Ausstellung ist der sogenannte „Act Now Raum“ am Ende der Schau. Hier werden verschiedene kleine Schritte vorgestellt, die das Publikum unternehmen kann, um die Klimaerwärmung und die damit einhergehende Eisschmelze zu stoppen. Rex betonte, dass jeder Einzelne etwas tun kann und es sich lohnt, die Eiswelten zu schützen.

Die Ausstellung „Polar Experience“ ist vom 6. Dezember bis zum 4. April in der Arena Berlin in Treptow zu sehen. Die Öffnungszeiten sind Donnerstag bis Samstag von 10 bis 20 Uhr sowie Dienstag, Mittwoch und Sonntag von 10 bis 18 Uhr.

Bildquelle: Francesco Ungaro auf Pexels

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