Bonn – Die Bonner Rheinbrücke, eine zentrale Verkehrsader der Region, wird ab 15:00 Uhr bis auf Weiteres vollständig gesperrt. Diese Maßnahme ist aufgrund erheblicher struktureller Schäden am Tragwerk erforderlich, wie die Autobahn GmbH bekannt gab.
Die Brücke ist Teil der Autobahn 565 und stellt eine bedeutende Ost-West-Verbindung für Bonn sowie den Rhein-Sieg-Kreis dar. Täglich nutzen etwa 100.000 Fahrzeuge diese Strecke, darunter rund fünf Prozent Schwerlastverkehr.
„Die Sicherheit der Menschen, die täglich über diese Brücke fahren, ist nicht verhandelbar“, erklärte Dirk Brandenburger, technischer Geschäftsführer der Autobahn GmbH. Er wies darauf hin, dass die Sperrung erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr haben werde. „Wir haben in enger Abstimmung mit den Behörden Ausweichrouten vorbereitet.“
Die Dauer der Vollsperrung ist derzeit ungewiss. Technische Möglichkeiten werden untersucht, um das Bauwerk möglicherweise teilweise wieder für den Verkehr freizugeben. „Eine abschließende Bewertung kann erst nach Abschluss der Untersuchungen erfolgen. Bis dahin bleibt die Brücke gesperrt“, so Brandenburger weiter.
Betroffene Verkehrsabschnitte
Die Sperrung betrifft nicht nur die Brücke selbst, sondern auch angrenzende Abschnitte der A565 zwischen dem Autobahnkreuz Bonn-Nord und dem Autobahndreieck Bonn-Nordost.
- In Fahrtrichtung Koblenz sind keine Überfahrten mehr von der A59 aus Köln und Königswinter auf die A565 möglich.
- In Gegenrichtung sind im Kreuz Bonn-Nord sämtliche Verbindungen auf die A565 nach Siegburg gesperrt.
Bereits seit Februar galt auf der Rheinbrücke Bonn-Nord ein Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen. Bei Überprüfungen wurden an der Brücke, die in den 1960er-Jahren erbaut wurde, zahlreiche Schäden festgestellt. Zudem bestehen statische Probleme an Teilen der Konstruktion.
Ein Neubau ist zwar in Planung, soll jedoch nach den bisherigen Informationen frühestens in den 2030er-Jahren beginnen. Bis dahin müssen Pendler mit erheblichen Verkehrsbehinderungen rechnen. Besonders betroffen sind auch die Züge zwischen Hamburg und Berlin, die aufgrund der Sperrung Umleitungen in Kauf nehmen müssen.
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