⚽ WM 2026 Anpfiff in Spielplan & News →

Nachrichten aus Berlin und der Region

Aktuelles Echo
Stehen die letzten großen Momente für Messi, Ronaldo und Modric bevor? Stehen die letzten großen Momente für Messi, Ronaldo und Modric bevor? Vor 2 Minuten Litauen sichert sich Militärfahrzeuge im Wert von einer Milliarde Euro aus Deutschland Litauen sichert sich Militärfahrzeuge im Wert von einer Milliarde Euro aus Deutschland Vor 9 Minuten Live-Ticker: Angriff auf den Iran im Liveticker Live-Ticker: Angriff auf den Iran im Liveticker Vor 13 Minuten Verbraucher setzen ein Zeichen: Nominierungen für den Negativpreis 2026 veröffentlicht Verbraucher setzen ein Zeichen: Nominierungen für den Negativpreis 2026 veröffentlicht Vor 55 Minuten Beeskow entdecken: Historische Stätten und Naturerlebnisse Beeskow entdecken: Historische Stätten und Naturerlebnisse Vor 1 Stunde Helene Fischer plant Auftritt bei WM-Titelgewinn auf Fanmeile Helene Fischer plant Auftritt bei WM-Titelgewinn auf Fanmeile Vor 1 Stunde Berliner Bezirke bitten um Unterstützung gegen Eichenprozessionsspinner Berliner Bezirke bitten um Unterstützung gegen Eichenprozessionsspinner Vor 1 Stunde Evakuierung in Potsdam wegen Bombenentschärfung geplant Evakuierung in Potsdam wegen Bombenentschärfung geplant Vor 1 Stunde Argentinien zeigt starke Leistung im Testspiel gegen Island vor der WM Argentinien zeigt starke Leistung im Testspiel gegen Island vor der WM Vor 1 Stunde Stadtteile bitten Senat um Unterstützung im Kampf gegen Eichenprozessionsspinner Stadtteile bitten Senat um Unterstützung im Kampf gegen Eichenprozessionsspinner Vor 2 Stunden

Hamburgs Bürger sagen „Nein“ zu Olympia: Referendum scheitert deutlich

Die Hamburger Bürgerinnen und Bürger haben sich klar gegen die Olympia-Bewerbung entschieden. Bürgermeister Tschentscher akzeptiert das Votum und zieht die Bewerbung zurück, während die Initiative „NOlympia“ jubelt.

Hamburgs Bürger sagen „Nein“ zu Olympia: Referendum scheitert deutlich
KI-generiert

Das Ergebnis des Referendums am Sonntag überraschte mit einer deutlichen Mehrheit, nachdem ein enges Rennen zwischen Befürwortern und Gegnern erwartet worden war. Bereits vor Abschluss der Auszählung stand fest, dass sich die Mehrheit gegen die Bewerbung entschieden hat.

🎁 Gewinnspiel

Jetzt Newsletter abonnieren und gewinnen!

Melde dich zum kostenlosen Newsletter an und nimm automatisch an unserem Gewinnspiel teil. Wir verlosen 500 × 100 € Wunschgutscheine unter allen Abonnenten.

Ergebnisse im Überblick

  • Ja: 45,1 Prozent (293.819 Stimmen)
  • Nein: 54,9 Prozent (357.911 Stimmen)
  • Abstimmungsbeteiligung: 49,5 Prozent

Enttäuschung bei der Stadtführung

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) äußerte sich enttäuscht über das Ergebnis:

„Das Votum ist für den Senat verbindlich. Ich habe dem Präsidenten des DOSB, Thomas Weikert, sowie dem Vertreter Deutschlands beim IOC, Michael Mronz, soeben mitgeteilt, dass Hamburg seine Olympia-Bewerbung zurückzieht. Auch ich bedaure das Votum sehr.“

Laura Ludwig, die Beachvolleyball-Olympiasiegerin von Rio 2016, zeigte sich ebenfalls überrascht:

„Es verwundert mich. Ich bin extrem positiv hierhergefahren. Aber wir werden es akzeptieren müssen. Und wie es auch im Sport war: Niederlagen müssen wir akzeptieren.“

Reaktionen der Gegner

Die Gegner der Olympiabewerbung feierten das Ergebnis. Eckart Maudrich, Sprecher der Initiative „NOlympia“, sagte:

„Dieses Ergebnis zeigt: Die Hamburgerinnen und Hamburger lieben ihre Stadt und lassen sich nicht von einer Million Euro teuren Werbekampagne hinter die Fichte führen.“

Holger Gerska kommentierte:

„Die Taube auf dem Dach hat gegen den Spatz in der Hand verloren.“

Folgen für den Bewerbungsprozess

Durch das Nein scheidet Hamburg aus dem Bewerbungsprozess aus und wird nicht wie geplant bis zum 4. Juni sein finales Konzept beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) einreichen. Otto Fricke, der Vorstandsvorsitzende des DOSB, äußerte sich frustriert:

„Für uns ist das ein bisschen frustrierend nach 19 positiven Ergebnissen, dass Hamburg demokratisch gesagt hat: Nein, bei uns in der Stadt wollen wir das nicht. Aber das gehört dazu. Das ist auch Teil unseres transparenten Verfahrens.“

Zukünftige Bewerber für die Olympischen Spiele

Am 26. September wird bei der DOSB-Mitgliederversammlung über den deutschen Bewerber für die Spiele 2036, 2040 oder 2044 entschieden. Die verbleibenden Kandidaten sind München, Berlin und die Region Rhein-Ruhr.

Erinnerungen an das Referendum 2015

Für Hamburg stellt das Abstimmungsergebnis ein Déjà-vu dar: Bereits 2015 war die Stadt im Zweikampf mit Berlin als möglicher Bewerber ausgewählt worden, doch auch damals gab es ein Nein, was das Scheitern der deutschen Bewerbung zur Folge hatte.

Auswirkungen auf Kiel

Das Ergebnis hat auch Konsequenzen für Kiel, das im Hamburger Konzept als Segelstandort sowie Austragungsort für Rugby und Handball vorgesehen war. Am 19. April stimmte eine deutliche Mehrheit von 63,5 Prozent in Kiel für eine Bewerbung.

Obwohl Kiel aus dem Rennen um die Olympiabewerbung Hamburgs ausgeschieden ist, bleibt die Stadt im Spiel. Während Berlin Rostock als Segelstandort favorisiert, tendieren München und Rhein-Ruhr zu Kiel. Die endgültige Entscheidung muss jedoch erst am 26. September dem DOSB mitgeteilt werden.

Schleswig-Holsteins Innenministerin Magdalena Finke (CDU) betonte:

„Unser Ziel bleibt ganz klar: Wir wollen die Spiele mit dem Segelstandort und weiteren Sportarten zu uns nach Schleswig-Holstein holen. Und dafür werben und arbeiten wir gemeinsam mit der Stadt Kiel mit ganzer Kraft.“

Der DOSB rechnet nicht vor 2027 mit einer Vergabe der Sommerspiele 2036 durch das IOC. Mehr als 60 Prozent der Kieler Bürger haben sich für eine Bewerbung mit einem Hauptaustragungsort ausgesprochen.


Quellen: NDR

Bildquelle: depositphotos

Artikel teilen:

Empfehlungen für dich.