Am Freitagabend ereignete sich ein schwerer Vorfall während einer Ticketkontrolle auf der Strecke zwischen Offenburg und Karlsruhe, bei dem ein Sicherheitsmitarbeiter der Deutschen Bahn lebensbedrohliche Verletzungen erlitt. Der 26-jährige Mitarbeiter fiel aus einem fahrenden Zug.
Laut Polizeiangaben kam es zu einem Streit mit einem 36-jährigen Passagier, der vermutlich alkoholisiert war. Der Konflikt eskalierte, als Sicherheitskräfte zur Unterstützung hinzugezogen wurden, was zu einem Zusammenstoß führte, bei dem sowohl der Passagier als auch der Sicherheitsmitarbeiter zu Boden stürzten.
Berichten zufolge wurde der Sicherheitsmitarbeiter gegen die Zugtür gedrückt, was das Abbrechen eines Teils der Eingangsstufen zur Folge hatte. In der Folge öffnete sich die Tür des Zuges, und der Mitarbeiter wurde mit einer Geschwindigkeit von 119 km/h hinausgeschleudert.
Die Polizei wurde umgehend verständigt und startete eine umfassende Suche entlang der Gleise. Der Sicherheitsmitarbeiter, ein bulgarischer Staatsbürger, konnte etwa zwei Kilometer von der Stelle gefunden werden, an der der Zug schließlich zum Stillstand kam. Der Passagier, der sich im Zug aufhielt, wurde festgenommen.
Bislang hat die Staatsanwaltschaft keine Informationen über den Gesundheitszustand des festgenommenen Verdächtigen veröffentlicht. Die Ermittler sind derzeit dabei, Zeugen zu befragen und die Videoaufnahmen des Vorfalls zu analysieren. Darüber hinaus wird der Zug, der als Beweismittel dient, eingehend untersucht.
Ein weiterer wichtiger Punkt in den Ermittlungen ist die Frage, warum der Zugführer keine Meldung über die geöffnete Tür erhielt, die normalerweise eine Notbremsung auslösen würde. In den letzten Monaten kam es zu mehreren gewaltsamen Übergriffen auf Mitarbeiter der Deutschen Bahn, was die Sicherheitslage im öffentlichen Verkehr in Deutschland zunehmend in den Fokus rückt.
Im Februar wurde ein Zugführer Opfer eines tödlichen Übergriffs, als er von einem Passagier ohne gültigen Fahrschein attackiert wurde. Der Angreifer wurde im Juli zu einer Haftstrafe von zehn Jahren verurteilt, nachdem der Zugführer so schwer verletzt wurde, dass er eine Gehirnblutung erlitt.
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Quellen: thesun.co.uk, tagesschau
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