Ein 84-jähriger Mann aus Gifhorn hat einen versuchten Betrug im Zusammenhang mit einem Gewinnspiel erkannt und daraufhin die Polizei informiert. Der Vorfall ereignete sich am Montagmittag, als der Senior einen Anruf von einer Frau erhielt, die sich als Mitarbeiterin einer Lottogesellschaft ausgab.
Die Anruferin behauptete, der Mann habe seit 2021 ein Abonnement bei der Lottogesellschaft, für das er jedoch keine Zahlungen geleistet habe. Daher würde nun die Staatsanwaltschaft in Berlin gegen ihn ermitteln. Sie nannte ihm ein Aktenzeichen sowie eine Telefonnummer, die er nach dem ersten Gespräch anrief.
Am anderen Ende der Leitung meldete sich eine Frau, die sich ebenfalls als Mitarbeiterin der „Staatsanwaltschaft Berlin“ vorstellte. Nach Nennung des Aktenzeichens wurde der 84-Jährige an einen Mann weitergeleitet, der ihm erklärte, dass die ausstehenden Zahlungen und Gerichtskosten sich auf etwa 19.000 Euro summieren würden. Er bot dem Mann jedoch an, dass er bei einer außergerichtlichen Einigung nur etwa 15.000 Euro zahlen müsse.
Der Geschädigte erkannte schließlich den Betrugsversuch, beendete das Telefonat und erstattete Anzeige bei der Polizei. Die Masche der Betrüger ist besonders perfide, da sie durch die Nennung einer vermeintlichen Behörde Druck auf die Opfer ausüben und eine scheinbare Rechtmäßigkeit vortäuschen.
Die Polizei warnt eindringlich vor solchen Anrufen. Es wird geraten, solche Telefonate sofort zu beenden, keine angegebenen Nummern anzurufen und sich nicht verbinden zu lassen, selbst wenn man verunsichert ist. Stattdessen sollte man sich an die örtliche Polizeidienststelle wenden und Anzeige erstatten.
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