Ein 30-jähriger Mann hat am Dienstagmorgen im Regionalexpress 3304 von Berlin nach Stralsund eine Zugbegleiterin bedroht und beleidigt. Der Vorfall ereignete sich, nachdem der Mann die Weiterfahrt des Zuges verzögert hatte, indem er die Tür blockierte. Er war stark alkoholisiert und wurde nach dem Halt in Pasewalk von der Bundespolizei festgenommen.
Aggressives Verhalten im Zug
Der Vorfall begann am Bahnhof Prenzlau, als der 30-jährige Mann den Zug verließ und kurz darauf wieder einstieg. Beim erneuten Zustieg blockierte er die Tür und verzögerte so die Abfahrt des Regionalexpress. Als die Zugbegleiterin ihn daraufhin ansprach, reagierte der Mann aggressiv. Er ging bedrohlich auf die Frau zu, hob die Faust und holte zum Schlag aus. Die Zugbegleiterin konnte sich in ihr Dienstabteil flüchten und sich einschließen. Der Mann versuchte vergeblich, die Tür zu öffnen. Als er sich auf die Zugtoilette begab, nutzte die Zugbegleiterin die Gelegenheit zur Flucht in den Steuerwagen.
Festnahme und Ermittlungen
Nachdem das Paar am Bahnhof Pasewalk den Zug verlassen hatte, wartete dort bereits die alarmierte Bundespolizei. Bei der Überprüfung des Mannes stellten die Beamten fest, dass er erheblich unter Alkoholeinfluss stand. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,48 Promille. Trotz des hohen Wertes wirkte der Mann orientiert. Eine Durchsuchung seiner Person ergab keine weiteren relevanten Feststellungen. Gegen den Mann wurden Anzeigen wegen Nötigung, Bedrohung, versuchter Körperverletzung und Erschleichen von Leistungen erstattet. Seine Vorstrafen und Einträge wurden ebenfalls festgestellt.
Hintergründe des Vorfalls
Die Bundespolizeiinspektion Pasewalk mit der Gemeinsamen deutsch-polnischen Dienststelle Pomellen war im Einsatz. Der Vorfall ereignete sich am Dienstagmorgen, als die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn AG über das aggressive Verhalten des Paares informierte. Die Bundespolizei ist für die Sicherheit im Bahnverkehr zuständig und geht solchen Vorfällen konsequent nach. Die Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt, zu der die Inspektion Pasewalk gehört, ist für die grenzpolizeilichen und bahnpolizeilichen Aufgaben in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein zuständig.