15.12.2025 – 13:00
Hauptzollamt Berlin
Im Rahmen der kürzlich durchgeführten Durchsuchungsaktionen, die auf Anweisung der Staatsanwaltschaft Berlin stattfanden, wurden am 9. Dezember 2025 weitere Wohn- und Geschäftsräume von zwei Unternehmern in Berlin durchsucht. Diese Unternehmer, im Alter von 31 und 39 Jahren, stehen unter Verdacht, Scheinrechnungen erworben zu haben, um Schwarzarbeit im Bereich der Gebäudereinigung zu verschleiern.
Ermittlungen und Erkenntnisse
Die Anschaffung und Nutzung von Schein- und Abdeckrechnungen zielt darauf ab, einen Schwarzgeldkreislauf zu etablieren, der die Umgehung von Sozialabgaben und Steuern ermöglicht. Arbeitnehmer, die für die Rechnungskäufer tätig sind, werden häufig nicht oder nur mit vermindertem Lohn bei der Sozialversicherung registriert und erhalten ihre Vergütung in Form von Schwarzgeld.
Auf Basis von Informationen aus früheren Ermittlungen konnten die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Berlin und die Steuerfahndung im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin die aktuellen Durchsuchungsaktionen durchführen. Es wird vermutet, dass die betroffenen Unternehmen Sozialversicherungsbeiträge in Millionenhöhe hinterzogen haben.
Beweismittel und Konsequenzen
Bei den Durchsuchungen fanden die Behörden diverse Beweismittel, darunter Firmenstempel, die mit bereits in den Fokus geratenen Nachunternehmen in Verbindung stehen. Diese könnten verwendet werden, um einen gefälschten Bargeldfluss für die Scheinrechnungen vorzutäuschen. Zusätzlich waren auch speziell ausgebildete Datenträgerspürhunde der Berliner Polizei im Einsatz.
Die sichergestellten Beweismittel werden in den kommenden Wochen von Experten der Digital Forensik sowie der Ermittlungsabteilung des Hauptzollamts Berlin analysiert.
Im Rahmen der Ermittlungen, die bereits im Jahr 2023 begannen, konnten mittlerweile Bargelder im sechsstelligen Bereich, Fahrzeuge, Kryptowallets, mutmaßliche Betäubungsmittel, Schreckschusswaffen und Goldschmuck sowie digitale Datenträger sichergestellt werden. Ingesamt wurden zehn Immobilien im Wert von etwa 2 Millionen Euro beschlagnahmt.
Acht Beschuldigte wurden aufgrund bestehender Haftbefehle in Gewahrsam genommen. Sieben von ihnen befinden sich in Untersuchungshaft. Ein 18-Jähriger wurde hingegen von der Untersuchungshaft verschont.
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Tel.: +49 30 9014-2470
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