02.01.2026 – 13:20
Für die Beamten der Bundespolizeiinspektion Freilassing stellte der Jahreswechsel (31. Dezember – 1. Januar) erneut eine Herausforderung dar, da ein hohes Einsatzaufkommen verzeichnet wurde. Im Zuge der Einsätze registrierten die Kräfte neben 52 unerlaubten Einreisen, fünf Schleusungen und mehreren Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz insgesamt 46 Fahndungstreffer, darunter zwölf Haftbefehle.
Kontrollen und Festnahmen an Silvester
Am Mittwoch (31. Dezember) überwachten Beamte der Bundespolizei einen grenzüberschreitenden Einreisezug. Bei der fahndungsmäßigen Überprüfung eines 35-jährigen Kroaten stellte sich heraus, dass gegen ihn ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Memmingen wegen Betrug vorlag. Zudem gab es zwei weitere Ausschreibungen zur Aufenthaltsermittlung. Der Mann verbrachte die Silvesternacht in der Dienststelle der Bundespolizei in Freilassing und wurde am Folgetag einem Richter vorgeführt, bevor er in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert wurde.
Festnahme von Verdächtigen
Ein ähnliches Szenario ereignete sich an der Kontrollstelle BAB 8. In der Silvesternacht um 00:01 Uhr wurde ein 24-jähriger Serbe als Passagier eines Reisebusses kontrolliert. Hierbei wurde festgestellt, dass gegen ihn ein Haftbefehl des Amtsgerichts Tiergarten in Berlin wegen des Verdachts eines Mordes vorlag. Auch dieser Verdächtige wurde noch am selben Tag einem Richter vorgeführt und anschließend in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert, wo er auf den Beginn seines Prozesses wartet.
Grenzkontrollen in Freilassing
Am Donnerstagmorgen (1. Januar) überprüften die Einsatzkräfte ein Fahrzeug auf der Saalachbrücke, das aus Österreich kam und drei Insassen hatte. Der Fahrer, ein 35-jähriger Iraker, konnte gültige Reise- und Aufenthaltsdokumente vorweisen, während seine beiden syrischen Mitfahrer keine legitimierenden Papiere hatten. Die drei Männer wurden zur Dienststelle der Bundespolizei in Freilassing gebracht. Gegen den Fahrer besteht der Verdacht des Einschleusens von Ausländern. Die beiden Syrer wurden aufgrund des Verdachts der versuchten unerlaubten Einreise nach Österreich zurückgewiesen.
Nur wenige Stunden später wurde ein weiteres Fahrzeug an der Saalachbrücke kontrolliert. Der 41-jährige ukrainische Fahrer wies sich mit gültigen Reisedokumenten aus, während vier der fünf Insassen lediglich ukrainische Reisepässe vorlegten. Auch hier wird gegen den Fahrer der Verdacht des Einschleusens von Ausländern geprüft, und ihm wurde die Weiterreise gestattet. Die vier ukrainischen Insassen müssen sich wegen versuchter unerlaubter Einreise verantworten und wurden ebenfalls nach Österreich zurückgewiesen.
Die Bundespolizeiinspektion Freilassing ist verantwortlich für die Sicherheit in den Landkreisen Berchtesgadener Land, Traunstein, Altötting und Mühldorf. Sie betreut 21 Grenzübergänge und eine Grenzlänge von insgesamt 225 Kilometern. Darüber hinaus gehören 72 Bahnhöfe und Haltepunkte zu ihrem Zuständigkeitsbereich, der von knapp 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besetzt wird.
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