Das internationale Projekt ISF Lumen, unter der Leitung des Landeskriminalamts Baden-Württemberg, hat nach knapp drei Jahren seine erfolgreiche Abschlussveranstaltung gefeiert. 21 EU-Staaten schlossen sich zusammen, um grenzüberschreitende Eigentumskriminalität zu bekämpfen. Die Bilanz übertrifft alle Erwartungen und zeigt die Stärke europäischer Zusammenarbeit.
Key Takeaways
- Über 270 Festnahmen europaweit.
- Beschlagnahmung von rund sechs Millionen Euro und Wertgegenständen.
- Schaffung von 70 internationalen Ermittlungsgruppen und Durchführung von über 200 grenzüberschreitenden Maßnahmen.
- Nachhaltige Verbesserungen bei Ermittlungstechnik und Finanzierung.
Bekämpfung verschiedener Deliktsbereiche
Das Projekt konzentrierte sich auf vier Hauptbereiche der bandenmäßigen und organisierten Eigentumskriminalität. Die Berliner Polizei übernahm die Federführung bei der Bekämpfung von Straftaten zum Nachteil älterer Menschen, Kfz-Kriminalität und Hütchenspielbetrug. Die Polizeidirektion Osnabrück koordinierte maßgeblich die Bekämpfung von Geldautomatensprengungen. Parallel dazu arbeitete das Bundeskriminalamt an der Weiterentwicklung der europäischen Fahrzeug-Identifizierungs-Datei (EuFID), um gestohlene Fahrzeuge effektiver identifizieren zu können.
Beeindruckende Ergebnisse und Ausblick
Die Abschlussveranstaltung in Schwäbisch Gmünd präsentierte eine beeindruckende Bilanz: Über 5.000 Polizisten und Staatsanwälte waren im Einsatz, was zu über 270 Festnahmen und der Beschlagnahmung von rund sechs Millionen Euro führte. Projektleiter Arne Hermann vom LKA BW betonte die gelebte europäische Zusammenarbeit. Neben den direkten Erfolgen wurden auch nachhaltige Verbesserungen für zukünftige Ermittlungen erzielt, von der Beschaffung von Einsatztechnik bis zur unbürokratischen Finanzierung.
Stärkung der europäischen Zusammenarbeit
Sylvia Zahlmann vom Bundeskriminalamt hob die Bedeutung der Weiterentwicklung von EuFID hervor, die nun allen europäischen Staaten den Zugriff auf gestohlene Fahrzeuge ermöglicht. Friedo de Vries von der Polizeidirektion Osnabrück zeigte sich hochzufrieden mit dem Rückgang der Geldautomatensprengungen und der gestärkten Vernetzung europäischer Polizeien, insbesondere mit den niederländischen Partnern. Berlins Polizeipräsidentin Dr. Barbara Slowik Meisel freute sich über die erfolgreiche Bekämpfung reisender Tätergruppen und die erzielten Erfolge in Strafverfolgung und Prävention.
Fortsetzung der Erfolgsgeschichte
Die Projektbeteiligten sind sich einig: Die enge und effektive Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg ist unerlässlich. Das LKA BW plant bereits ein Folgeprojekt, um diese Erfolgsgeschichte fortzusetzen und die Bekämpfung international agierender Tätergruppierungen weiter zu stärken.