Die Bundesanwaltschaft hat einen weiteren mutmaßlichen Terrorverdächtigen festgenommen. Der im Libanon geborene Borhan El-K. wurde bei seiner Einreise von Tschechien nach Deutschland auf der Bundesautobahn 17 in Gewahrsam genommen. Ihm wird die Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung vorgeworfen.
Key Takeaways
- Festnahme eines mutmaßlichen Hamas-Mitglieds.
- Vorwurf der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung.
- Beschaffung von Waffen und Munition zur Vorbereitung von Anschlägen.
- Durchsuchungen in Dänemark.
Festnahme und Vorwürfe
Der Generalbundesanwalt (GBA) gab die vorläufige Festnahme von Borhan El-K. bekannt, die am Abend des 11. November 2025 erfolgte. Die Festnahme wurde von Beamten des Bundeskriminalamts und der Bundespolizei durchgeführt. Dem Beschuldigten wird die Mitgliedschaft in der terroristischen Vereinigung HAMAS zur Last gelegt. Laut Anklage soll El-K. im August 2025 in Deutschland ein vollautomatisches Gewehr, acht Pistolen der Marke Glock sowie über 600 Schuss Munition beschafft und diese nach Berlin zu einem bereits gesondert verfolgten Verdächtigen transportiert haben. Diese Waffen und Munition waren bereits am 1. Oktober 2025 bei der Festnahme des anderen Verdächtigen in Berlin sichergestellt worden.
Geplante Anschläge
Die Bundesanwaltschaft geht davon aus, dass die beschafften Waffen und Munition zur Vorbereitung von Mordanschlägen der HAMAS auf israelische oder jüdische Einrichtungen in Deutschland und Europa bestimmt waren. Dies unterstreicht die Ernsthaftigkeit der Bedrohungslage.
Weiteres Vorgehen und internationale Kooperation
Der Beschuldigte wird dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt, der über die Anordnung und den Vollzug der Untersuchungshaft entscheiden wird. Darüber hinaus haben dänische Polizeibehörden am Morgen der Veröffentlichung der Meldung die Räumlichkeiten des festgenommenen Beschuldigten sowie eines weiteren Verdächtigen in Kopenhagen und Umgebung durchsucht. Dies deutet auf eine enge internationale Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des Terrorismus hin.