05.01.2026 – 18:20
Berlin (ots)
Seit dem großflächigen Stromausfall im Südwesten Berlins sind die Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) im Dauereinsatz. Begonnen am Samstag, den 3. Januar, arbeiten rund 130 Einsatzkräfte in 12-Stunden-Schichten im betroffenen Gebiet. Bis Montagabend waren über 450 Helferinnen und Helfer aktiv, um die Situation zu bewältigen.
Der Schwerpunkt liegt weiterhin auf der Notstromversorgung. Derzeit betreibt das THW insgesamt sieben Einspeisestellen, die insbesondere Pflege- und Betreuungseinrichtungen sowie eine Tierklinik mit Strom versorgen. Zwei Erkundungsteams sind, in Abstimmung mit der Feuerwehr, im Blackout-Gebiet unterwegs, um herauszufinden, welche weiteren Einrichtungen mit Strom versorgt werden können. Darüber hinaus arbeiten THW-Helferinnen und Helfer am Aufbau von Notunterkünften. Bis zu elf Notrufannahmestellen sind ebenfalls eingerichtet, um Bürger zu informieren und Notrufe über ein THW-Einsatzfahrzeug per Funk an die Feuerwehr weiterzuleiten.
Einsätze zur Sicherstellung des S-Bahnbetriebs
Seit Montagnachmittag sind zwei THW-Großaggregate an einem S-Bahnhof im betroffenen Gebiet im Einsatz, um den Betrieb der S-Bahn zu sichern.
Die Einsatzaufträge an das THW werden vom THW-Landesverband Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt koordiniert. Bei Bedarf stehen weitere THW-Landesverbände mit spezialisierten Fachgruppen zur Verfügung. Fachgruppen Elektroversorgung aus Bremen und Niedersachsen sind bereits auf dem Weg nach Berlin mit Notstromersatzaggregaten.
Mit zusätzlichen Anforderungen ist im Laufe des Einsatzes zu rechnen. Die vollständige Wiederherstellung der Stromversorgung in allen betroffenen Bereichen wird voraussichtlich noch einige Tage in Anspruch nehmen, ebenso der THW-Einsatz.
Für Informationen über Notrufannahmestellen und Hilfen in Notsituationen können Bürger die folgenden Punkte aufsuchen: Notrufannahmestellen.
Bildquelle: Quelle: Foto: (Augustin-Foto) Jonas Augustin