In einer großangelegten Aktion hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main gemeinsam mit der Steuerfahndung und dem Polizeipräsidium Frankfurt am Main Haftbefehle und Durchsuchungsbeschlüsse gegen mutmaßliche Mitglieder einer kriminellen Vereinigung vollstreckt. Die Gruppe soll eine "Schattenbank" betrieben haben, um Schwarzarbeit zu ermöglichen und Geldwäsche zu betreiben. Die Ermittlungen erstrecken sich über mehrere Bundesländer.
Wichtige Erkenntnisse
- Umfangreiche Durchsuchungsmaßnahmen in vier Bundesländern.
- Verdacht des Betriebs einer "Schattenbank" zur Geldwäsche und Förderung von Schwarzarbeit.
- Mindestens 24 Millionen Euro sollen auf diese Weise verschoben worden sein.
- Rund 350 Einsatzkräfte sind an der Operation beteiligt.
Umfangreiche Ermittlungen und Durchsuchungen
Seit heute Morgen laufen in Frankfurt am Main und darüber hinaus umfangreiche Ermittlungsmaßnahmen. Ein Haftbefehl und 29 Durchsuchungsbeschlüsse werden gegen 19 Personen vollstreckt, die im Verdacht stehen, Teil einer kriminellen Vereinigung zu sein. Die Durchsuchungen richten sich sowohl gegen private Wohnadressen als auch gegen Geschäftsräume in Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Berlin.
Das Geschäftsmodell der "Schattenbank"
Die Beschuldigten sollen ein Netzwerk aus Scheinfirmen aufgebaut haben, um Rechnungen zu erstellen und Bargeld an Kunden auszugeben. Diese Transaktionen dienten offenbar dazu, Gelder am Fiskus vorbeizuschleusen und sich daran unrechtmäßig zu bereichern. Ein erheblicher Teil der so verschobenen Gelder, mindestens 24 Millionen Euro, soll zur Begleichung von Schwarzlöhnen verwendet worden sein. Für ihre Dienstleistungen kassierte die kriminelle Organisation Provisionen in Höhe von 10 bis 15 Prozent des umgesetzten Geldes.
Großer Einsatz der Behörden
An der Umsetzung der Maßnahmen sind insgesamt rund 350 Beamtinnen und Beamte beteiligt. Neben Kräften der Staatsanwaltschaft und des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main sind auch die Steuerfahndungsstelle des Finanzamtes Frankfurt am Main sowie mehrere Spezialeinheiten im Einsatz. Die Ermittlungen in diesem komplexen Fall dauern derzeit noch an.