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Großeinsatz gegen internationales Schleusernetzwerk: Bundespolizei vollstreckt Haftbefehle in Deutschland und Frankreich

Die Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Halle hat einen bedeutenden Schlag gegen ein international agierendes Schleusernetzwerk geführt. Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Dresden wurden am 13. November 2025 Haftbefehle…

Großeinsatz gegen internationales Schleusernetzwerk: Bundespolizei vollstreckt Haftbefehle in Deutschland und Frankreich

Die Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Halle hat einen bedeutenden Schlag gegen ein international agierendes Schleusernetzwerk geführt. Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Dresden wurden am 13. November 2025 Haftbefehle und Durchsuchungsbeschlüsse in Deutschland und Frankreich vollstreckt. Fünf mutmaßliche Hintermänner wurden festgenommen, die verdächtigt werden, über 880 Menschen illegal eingeschleust zu haben.

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Key takeaways

  • Ein international agierendes Schleusernetzwerk wurde aufgedeckt.
  • Mindestens 880 Personen wurden zwischen Juni 2021 und Oktober 2023 eingeschleust.
  • Ein Verdienst von mindestens 4,1 Millionen Euro wurde erzielt.
  • Fünf Haftbefehle und sieben Durchsuchungsbeschlüsse wurden vollstreckt.
  • Es besteht der Verdacht einer Verbindung zu einem Todesfall bei Berggießhübel.

Umfangreiche Ermittlungen und Festnahmen

Die Bundespolizei ermittelt gegen eine hierarchisch organisierte Struktur von mindestens 17 Personen, die im Verdacht stehen, banden- und gewerbsmäßige Einschleusung von Ausländern organisiert zu haben. Zwischen Juni 2021 und Oktober 2023 sollen über 30 Fälle mit mindestens 880 eingeschleusten Personen von der Türkei über Serbien nach Österreich, Deutschland und Frankreich stattgefunden haben. Mindestens 23 Fahrer waren involviert. Der geschätzte Verdienst der Organisation beläuft sich auf mindestens 4,1 Millionen Euro.

Internationale Zusammenarbeit und Beweismittel

Am 13. November 2025 erfolgte ein koordinierter Einsatz in enger Zusammenarbeit mit französischen Behörden, Europol und Eurojust. Fünf Haftbefehle, vier davon in Frankreich und einer in Deutschland, wurden vollstreckt. Fünf türkische Staatsangehörige im Alter zwischen 26 und 50 Jahren wurden festgenommen. In Deutschland wurden vier Wohnungen in Berlin und in Frankreich zwei Wohnungen sowie ein Autohandel durchsucht. Dabei wurden zahlreiche Mobiltelefone und erhebliche Mengen an Bargeld sichergestellt. Die Auswertung dieser Beweismittel ist nun ein wichtiger Schritt in den weiteren Ermittlungen.

Mögliche Verbindung zu Todesfall

Die Ermittlungen deuten darauf hin, dass die Organisation auch mit der Einschleusung mit Todesfolge am 13. Juli 2023 bei Berggießhübel in Verbindung stehen könnte. Dies unterstreicht die Schwere der kriminellen Aktivitäten des Netzwerks.

Einsatzkräfte und Ausblick

Bei den Maßnahmen in Deutschland und Frankreich waren 94 Kräfte der Bundespolizei im Einsatz, unterstützt durch Spezialkräfte. Die fortlaufenden Ermittlungen zielen darauf ab, das gesamte Ausmaß der kriminellen Organisation aufzudecken und weitere Verantwortliche zur Rechenschaft zu ziehen.

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