18.05.2026 – 09:00
Hauptzollamt Braunschweig
Hauptzollamt Braunschweig: Erfolgreiche Jahresbilanz 2025 mit Rekordeinnahmen
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- Pressemitteilung zur Jahresbilanz 2025 des Hauptzollamts Braunschweig.pdf
Braunschweig (ots)
Im Jahr 2025 verzeichnete das Hauptzollamt Braunschweig Steuereinnahmen von nahezu 3,6 Milliarden Euro, was einer Steigerung von 54 % entspricht. Der Prüfungsdienst konnte Nacherhebungen in Höhe von 64 Millionen Euro realisieren, während offene Forderungen in Höhe von fast 103 Millionen Euro vollstreckt wurden. Zudem wurden über 1,2 Millionen Geldbußen und Verwarnungsgelder im Bereich der Finanzkontrolle Schwarzarbeit verhängt.
Die Einnahmen des Hauptzollamts Braunschweig beliefen sich im Jahr 2025 auf mehr als 3,15 Milliarden Euro. Diese Summe setzt sich aus Verbrauchs- und Verkehrssteuern sowie der Einfuhrumsatzsteuer zusammen, die zusammen fast 2,54 Milliarden Euro ausmachten. Weitere Einnahmen in Höhe von rund 610 Millionen Euro resultierten aus verschiedenen Steuern, darunter die Energie-, Strom-, Tabak-, Alkohol-, Kaffee-, Bier- und Schaumweinsteuer sowie der Luftverkehrs- und Kraftfahrzeugsteuer. Die Zolleinnahmen von über 385 Millionen Euro für Waren aus Drittländern fließen in den Haushalt der Europäischen Union. Die Leiterin des Hauptzollamts Braunschweig, Frau Regierungsdirektorin Regine Andreas, zeigte sich zusammen mit ihren 653 Mitarbeitern und 79 Nachwuchskräften äußerst zufrieden mit den Ergebnissen des vergangenen Jahres.
„Auch im Jahr 2025 hat sich der Zoll in Braunschweig und an seinen anderen Standorten für den Schutz der Bevölkerung und Umwelt eingesetzt und seinen Beitrag für die Sicherheit in der Bundesrepublik Deutschland geleistet. Darüber hinaus hat sich das Hauptzollamt Braunschweig erneut als verlässlicher Partner der Wirtschaft bewiesen sowie für faire Wettbewerbsbedingungen und ein stabiles Sozialsystem gesorgt“, sagte die Leiterin des Hauptzollamts.
Die sechs Zollämter des Hauptzollamts Braunschweig in Braunschweig, Goslar, Göttingen, Helmstedt, Hildesheim und Wolfsburg bearbeiteten nahezu 7,2 Millionen Warensendungen. Diese umfassten Ein-, Ausfuhr- und Versandverfahren für ansässige Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürger. Die Zollämter überwachen den Warenverkehr, erheben Steuern und Zölle im Bereich der Einfuhr und sind für die Einhaltung des Außenwirtschaftsrechts bei Ausfuhren zuständig. Zollkontrollen erfolgen insbesondere zum Schutz der Gesundheit von Menschen und Tieren sowie der Umwelt.
Kontrollen und Sicherstellungen
Das kleinste Sachgebiet des Hauptzollamts Braunschweig, das Sachgebiet C, umfasst 23 Mitarbeiter und die Kontrolleinheit Verkehrswege (KEV) mit Sitz in Göttingen. Diese führt mobile zoll- und verbrauchsteuerrechtliche Kontrollen durch und überwacht den grenzüberschreitenden Personen- und Warenverkehr sowie die Einhaltung von Verbrauchsteuervorschriften im Binnenland.
Im Jahr 2025 führte die KEV insgesamt 14.424 Kontrollen an Fahrzeugen, Objekten und Personen durch, was zu einer fast Verdopplung der festgesetzten Steuern auf 415.624 Euro führte (2024: 211.570 Euro). Zudem wurden zahlreiche Sicherstellungen im Rahmen von Ordnungswidrigkeiten- und Steuerstrafverfahren vorgenommen.
- 494 kg Tabak (2024: 219 kg)
- 165.132 Stück Zigaretten, Zigarren/Zigarillos und Heets (2024: 286.740 Stück)
- 930,1 Liter Substitute für Tabakwaren/Liquids (2024: 271,7 Liter)
- 207 kg Betäubungsmittel (2024: über 5,5 kg und rund 5,5 Liter)
- 6.889 Stück Arznei- und Dopingmittel (2024: 2.223 Stück)
- 1.466 ml Arznei- und Dopingmittel (2024: 312 ml)
Die Jahresbetrachtung 2025 zeigt, dass der bundesweite Trend hin zu synthetischen Konsumartikeln auch in den Sicherstellungen der KEV deutlich wird. Die Anzahl der sichergestellten Zigaretten nimmt seit Jahren ab, während die Menge an Substituten und Liquids um 340 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist. Auch im Bereich der Sicherstellung von Plagiaten gab es signifikante Zuwächse: 2025 wurden 32.934 gefälschte Artikel mit einem geschätzten Schaden von mehreren hunderttausend Euro sichergestellt.
Prüfungsdienst und Steueraufsicht
Um dem weltweit steigenden Warenfluss gerecht zu werden, hat der Zoll die erforderlichen nachträglichen Kontrollen in die Wirtschaftsbetriebe verlagert. Dabei wird nicht nur die Einhaltung der Zoll- und Verbrauchsteuervorschriften sichergestellt, sondern auch Hinweise zur Verbesserung der kaufmännischen Abwicklung von Importen gegeben. Die Aufgaben des Prüfungsdienstes sind vielfältig und umfassen unter anderem die verbrauchsteuerrechtliche Bewertung von Müllverbrennungs- und Biogasanlagen sowie die fachliche Begleitung der Neueinrichtung von Brennereien.
Im Jahr 2025 führten die Zoll- und Verbrauchsteuerprüfer des Sachgebiets D insgesamt 1.146 Prüfungen und Steueraufsichtsmaßnahmen durch, wobei in 108 Fällen Beanstandungen festgestellt wurden. Die Nacherhebungen und Rückforderungen beliefen sich auf 64,4 Millionen Euro, was eine nahezu Verfünffachung im Vergleich zum Vorjahr darstellt (2024: 13,9 Millionen Euro; 2023: 4,3 Millionen Euro). Den Betrieben wurden 901.418 Euro erstattet (2024: 111.398 Euro; 2023: 416.927 Euro), was die erfolgreiche Risikoanalyse des Hauptzollamts widerspiegelt.
Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung
Im Jahr 2025 führte die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamts Braunschweig insgesamt 605 Arbeitgeberprüfungen durch. Dabei wurden 9.277 Personen in verschiedenen Wirtschaftsbranchen, darunter Bau, Hotel- und Gaststättengewerbe sowie Transport und Logistik, überprüft. Die FKS ist für die Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung sowie die Einhaltung des gesetzlichen Mindestlohns zuständig.
Im Rahmen der risikoorientierten Prüfungen wurden 2.637 Straf- und 1.454 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Zudem konnten 2.756 Strafverfahren und 930 Ordnungswidrigkeitenverfahren abgeschlossen werden. Die Ermittlungen der FKS führten zur Aufdeckung einer Schadenssumme von rund 4,6 Millionen Euro, und Verstöße wurden mit Bußgeldern in Höhe von 1,2 Millionen Euro geahndet. Insgesamt wurden Freiheitsstrafen von 246 Monaten verhängt, und die Summe der Geldstrafen aus Urteilen und Strafbefehlen stieg um 22 % auf 732.230 Euro (2024: 596.305 Euro). Auch die Buß- und Verwarngelder erhöhten sich um 52 % auf 1.225.298 Euro (2024: 805.425 Euro).
Ahndung steuerlicher Zuwiderhandlungen
Das Fachgebiet 2 des Sachgebiets F des Hauptzollamts Braunschweig ist für die Ahndung von steuerlichen Zuwiderhandlungen sowie Verstößen gegen das Außenwirtschafts-, Marktordnungs- und Barmittelrecht zuständig. Dieses Fachgebiet fungiert als zentrale Strafsachen- und Bußgeldstelle für die Hauptzollämter Magdeburg, Hannover und Braunschweig und deckt somit einen großen Teil Niedersachsens sowie ganz Sachsen-Anhalt ab.
Im Jahr 2025 wurden insgesamt 2.156 Ermittlungsverfahren eingeleitet (2024: 1.899). Davon konnten 2.005 Verfahren abgeschlossen werden (2024: 2.101).
Vollstreckung und Verwertung
Das Sachgebiet G des Hauptzollamts Braunschweig befasst sich mit der Beitreibung rückständiger öffentlich-rechtlicher Geldforderungen. Im Jahr 2025 bearbeitete die Vollstreckungsstelle 291.713 Fälle (2024: 269.527; Steigerung um rund 8,2 %). Die Beitreibung von nicht gezahlten Beiträgen und Steuern sowie zurückgeforderten Sozialleistungen betrug nahezu 102,8 Millionen Euro, was eine Steigerung von knapp 17 % im Vergleich zum Vorjahr darstellt (2024: 88,1 Millionen Euro; 2023: 75,1 Millionen Euro).
Zusätzlich zur Vollstreckung ist das Sachgebiet G auch für die Verwertung gepfändeter Gegenstände zuständig. Diese Verwertung erfolgt über die Internetplattform www.zoll-auktion.de, auf der die Zollverwaltung Pfandsachen sowie ausgesonderte Dienstkraftfahrzeuge und Möbel versteigert.
Karrieremöglichkeiten beim Zoll
Die Jahresbilanz des Hauptzollamts Braunschweig verdeutlicht die Vielfalt der Aufgabenbereiche des Zolls, die oft unbekannt sind. Informationen zu den abwechslungsreichen Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten können auf den Internetseiten www.zoll.de oder www.zoll-karriere.de abgerufen werden.
Für den Ausbildungs- und Studienbeginn am 1. September 2027 sucht das Hauptzollamt Braunschweig bis zum 15. Oktober 2026 Bewerberinnen und Bewerber, die Interesse an einer Karriere beim Zoll haben.
Ein Highlight in diesem Jahr ist der Tag der Niedersachsen in Braunschweig, der vom 12. bis 14. Juni 2026 stattfindet. Das Hauptzollamt Braunschweig wird auf rund 470 Quadratmetern Ausstellungsfläche auf der Blaulicht- und Technikmeile vertreten sein und zahlreiche Attraktionen rund um die Zollaufgaben präsentieren. Am Samstag, den 13. Juni 2026, wird die Zollkapelle aus Berlin um 12:00 Uhr ein Konzert auf dem Burgplatz geben.
Verfasserin der Pressemitteilung: Zollamtsrätin Dagmar Täger, Pressesprecherin des Hauptzollamts Braunschweig
Rückfragen bitte an:
Hauptzollamt Braunschweig
Stabsstelle Kommunikation
Davide De Matteis, Telefon: 0531/1291-1017 oder
Nadine Laufer, Telefon: 0531/1291-8506
E-Mail: Presse.HZA-Braunschweig@zoll.bund.de
www.zoll.de
www.zoll-karriere.de
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