Das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz (LKA) veranstaltet am 14. November 2025 das 8. Forum zum Recht der Inneren Sicherheit (FORIS) in Mainz. Unter dem Motto "Soziale Medien als Sicherheitsrisiko?" beleuchtet die Tagung die Schattenseiten digitaler Plattformen. Experten aus Politik, Wissenschaft und Strafverfolgung diskutieren über die Gefahren, die von sozialen Medien ausgehen, und erörtern Lösungsansätze zur Prävention und Bekämpfung von Straftaten im digitalen Raum.
Key Takeaways
- Soziale Medien bergen erhebliche Risiken für die innere Sicherheit, insbesondere im Hinblick auf Radikalisierung und die Verbreitung von Verschwörungstheorien.
- Straftäter nutzen digitale Plattformen gezielt zur Kontaktaufnahme und Ausnutzung von Opfern, wobei insbesondere Kinder und Jugendliche gefährdet sind.
- Die Veranstaltung zielt darauf ab, strafbares Verhalten im digitalen Raum zu identifizieren und Präventionsstrategien zu entwickeln.
Die dunkle Seite der digitalen Vernetzung
Soziale Medien sind aus dem modernen Leben nicht mehr wegzudenken. Sie ermöglichen globale Vernetzung und den Austausch von Informationen. Doch diese Plattformen werden zunehmend auch von Kriminellen missbraucht. Das FORIS-Forum widmet sich der Frage, wie Straftäter soziale Netzwerke wie Instagram und TikTok nutzen, um Vertrauen zu erschleichen und Opfer zu manipulieren. Ein besonderer Fokus liegt auf der Beeinflussbarkeit von Kindern und Jugendlichen durch ungefilterte Inhalte.
Ein breites Spektrum an Themen und Experten
Die Tagung beginnt mit einem Grußwort von Ministerpräsident Alexander Schweitzer. Anschließend werden verschiedene Aspekte der Thematik beleuchtet. Dazu gehören eine Bestandsaufnahme der Social-Media-Nutzung in Deutschland, die Erscheinungsformen strafbaren Verhaltens im digitalen Raum sowie die Rolle von Algorithmen und künstlicher Intelligenz bei der Erkennung illegaler Inhalte. Auch die psychologischen Mechanismen hinter Radikalisierung, Fake News und Verschwörungstheorien werden thematisiert.
Prävention und Repression im Dialog
Ein zentraler Programmpunkt ist die Podiumsdiskussion "Soziale Medien zwischen Prävention und Repression". Hier diskutieren namhafte Experten über die Herausforderungen, die sich für Strafverfolgungsbehörden und die Gesellschaft ergeben. Die Veranstaltung wird vom Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz gemeinsam mit dem Institut für Digitalisierung und das Recht der Inneren Sicherheit der Ludwig-Maximilians-Universität München organisiert. Medienvertreter sind herzlich zur Berichterstattung eingeladen.