Am 17. November 2025 führte der Zoll eine großangelegte Schwerpunktprüfung gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung durch. Im Fokus stand das Sicherheitspersonal einer Veranstaltungshalle im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg, wo ein internationales Konzert mit rund 10.000 Zuschauern stattfand. Insgesamt 100 Beamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit waren im Einsatz und befragten fast 120 Personen vor Ort.
Key Takeaways
- Der Zoll hat das Sicherheitspersonal eines Konzerts mit rund 10.000 Besuchern überprüft.
- Es wurden Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Leistungsbetrug gegen zwei Sicherheitskräfte eingeleitet.
- Die bundesweite Aktion umfasste auch Kontrollen in Notunterkünften und bei 21 verschiedenen Arbeitgebern.
Umfangreiche Kontrollen im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg
Die Beamten des Hauptzollamtes Berlin befragten am Abend des 17. November 2025 das Wach- und Sicherheitspersonal einer Veranstaltungshalle im Bezirk Prenzlauer Berg. Diese Veranstaltung, die einen internationalen Act mit erwarteten 10.000 Zuschauern beherbergte, diente als Schwerpunkt für die Prüfungen in Berlin. Fast 120 Personen wurden hier zu ihren Beschäftigungsverhältnissen befragt.
Bundesweite Aktion gegen illegale Beschäftigung
Die Maßnahme war Teil einer bundesweiten Aktion zur Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung. Insgesamt wurden an diesem Tag 156 Personen zu ihren Arbeitsverhältnissen befragt. Neben dem Konzertgelände standen elf weitere Objekte im Visier der Zollbeamten, darunter auch Notunterkünfte. Dort wurden die Beschäftigten von 21 verschiedenen Arbeitgebern kontrolliert.
Fokus auf sozialversicherungsrechtliche Pflichten und Mindestlohn
Die Kontrollen zielten darauf ab, die Einhaltung sozialversicherungsrechtlicher Pflichten zu überprüfen, den unrechtmäßigen Bezug von Sozialleistungen aufzudecken, die Einhaltung des Mindestlohns sicherzustellen und die illegale Beschäftigung von Ausländern zu verhindern. Bislang ergaben die Prüfungen nur vereinzelt Beanstandungen, die Auswertung der gesammelten Daten dauert jedoch noch an. Gegen zwei angetroffene Sicherheitskräfte wurden bereits Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Leistungsbetrug eingeleitet.