Stendal: Am Dienstag, den 13. Januar 2026, wurde um 20:46 Uhr im Intercity-Express von Berlin nach Hamburg ein Mann festgestellt, der ohne gültigen Fahrausweis und Ausweisdokumente unterwegs war. Der Zugbegleiter informierte umgehend die Bundespolizei, welche nach dem Halt am Hauptbahnhof Stendal den Vorfall aufnahm.
Die Identität des betroffenen Mannes konnte zunächst nicht geklärt werden, weshalb er zur Dienststelle gebracht wurde. Dort wurde anhand gültiger Personaldokumente festgestellt, dass es sich um einen 46-jährigen ungarischen Staatsbürger handelt. Ein Abgleich seiner Daten im Polizeifahndungssystem ergab eine Ausschreibung zur Strafvollstreckung.
Hintergrund der Festnahme
Der Mann war im September 2024 durch das Amtsgericht Königs Wusterhausen wegen vorsätzlichem Fahrens ohne Fahrerlaubnis zu einer Geldstrafe von 2100 Euro verurteilt worden, alternativ war eine Ersatzfreiheitsstrafe von 70 Tagen angesetzt worden. Da der Verurteilte die Geldstrafe nicht zahlte, seinen strafrechtlichen Verpflichtungen nicht nachkam und als flüchtig galt, wurde im September 2025 durch die Staatsanwaltschaft Cottbus ein Haftbefehl erlassen.
Die Beamten der Bundespolizei setzten den Haftbefehl in vollem Umfang um und nahmen den Gesuchten fest. Da er den erforderlichen Betrag von 2100 Euro nicht aufbringen konnte, wurde der 46-Jährige in eine Justizvollzugsanstalt gebracht, um seine verbleibende Restfreiheitsstrafe von 35 Tagen anzutreten. Zudem wurde eine Strafanzeige gegen ihn aufgrund des Erschleichens von Leistungen gefertigt.
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