Die britische Regierung plant offenbar eine besondere Bestattung für Andrew Mountbatten-Windsor, trotz seiner umstrittenen Verbindungen zu Jeffrey Epstein. Dies sorgt für erhebliche öffentliche und politische Kritik.
Geheime Bestattungspläne für Andrew Mountbatten-Windsor
Andrew Mountbatten-Windsor, der 66-jährige Bruder von König Charles III., hat nahezu alle seine königlichen Titel und Ämter verloren. Dennoch scheint er für seine Beerdigung weiterhin auf einer geheimen Liste der britischen Regierung zu stehen, die spezielle Vorkehrungen für den Tod und die Beisetzung hochrangiger Royals trifft. Berichten zufolge wird diese Liste von Regierungsquellen aus Whitehall bestätigt.
Die Tatsache, dass Andrew trotz seiner Verbindungen zu dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein nicht von dieser Liste gestrichen wurde, hat zu einer Welle der Empörung geführt.
Details zu den Bestattungsplänen
Die sogenannten „Bridge“-Pläne regeln die Abläufe für den Tod und die Trauerfeier von Mitgliedern der königlichen Familie. Die Beisetzung von Queen Elizabeth II. wurde unter dem Codenamen „Operation London Bridge“ vorbereitet, während die Beisetzung von Prinz Philip unter „Operation Forth Bridge“ geplant wurde.
Für Andrew Mountbatten-Windsor soll das britische Kabinettsbüro weiterhin zuständig sein, und die entsprechenden Unterlagen werden trotz seiner Skandale regelmäßig aktualisiert. König Charles III. hatte ihm 2025 die Anrede „Königliche Hoheit“ und den Prinzentitel entzogen.
Öffentliche Reaktionen und Expertenmeinungen
Wie eine Trauerfeier für Andrew tatsächlich aussehen könnte, ist bislang unklar. Royal-Experten vermuten, dass ein Gottesdienst in der St.-Georgs-Kapelle auf Schloss Windsor stattfinden könnte, wo auch die Trauerfeiern für Queen Elizabeth II. und Prinz Philip abgehalten wurden.
Als mögliche letzte Ruhestätte wird der Royal Burial Ground in Frogmore genannt, ein etwa 33 Hektar großer Privatfriedhof im Home Park in Windsor, wo auch Edward VIII. beigesetzt wurde.
Ein weiterer strittiger Punkt ist, wer Andrews Sarg tragen würde. Normalerweise übernehmen Soldaten aus den Regimentern diese Aufgabe, zu denen der Verstorbene eine Verbindung hatte. Andrew musste jedoch seine Militärtitel im Zuge des Epstein-Skandals abgeben, obwohl er selbst in der Royal Navy gedient hat.
Politische Stimmen zur Bestattung
Die Pläne für eine royale Bestattung stoßen auf scharfe Kritik. Die US-Anwältin Gloria Allred, die 27 Opfer von Jeffrey Epstein vertritt, äußerte:
„Andrew hat durch seine Verbindung zu Jeffrey Epstein Schande über die königliche Familie und das Vereinigte Königreich gebracht. Welches Signal würde eine solche Zeremonie an Epsteins Opfer senden?“
Auch aus der britischen Politik kommt deutlicher Widerspruch. Die konservative Politikerin Alicia Kearns erklärte:
„Es gibt keine Umstände, unter denen Andrew ein königliches Begräbnis zugestanden werden sollte.“
Norman Baker, ein ehemaliger Regierungsminister, fügte hinzu:
„Das muss ein Versehen sein. Mr. Mountbatten-Windsor ist ein Bürgerlicher und sollte keinesfalls ein königliches Begräbnis erhalten.“
Quellen: n-tv
Bildquelle: Stefan Flöper via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)
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