Johann Lafer: Offenheit über seine unheilbare Krebserkrankung
Der prominente Starkoch Johann Lafer hat in einem Gespräch mit Freunden in München Anfang Juni 2026 seine Krebserkrankung öffentlich gemacht. Dabei sprach er über seinen Gesundheitszustand und die Herausforderungen, die die Krankheit mit sich bringt. Er leidet an Lymphdrüsenkrebs, der nicht heilbar ist, was durch die Metastasen, die sich in seinem gesamten Körper gebildet haben, zusätzlich erschwert wird.
Die Diagnose erhielt Lafer vor zweieinhalb Jahren während einer Routineuntersuchung. Zunächst versuchte er, die Krankheit mit alternativen Heilmethoden zu lindern, jedoch ohne den erhofften Erfolg. Im Jahr 2026 startete er eine Chemotherapie, die ihn stark belastet. In Kürze wird er bereits den sechsten Zyklus dieser Behandlung beginnen.
Die Folgen der Chemotherapie
Die Chemotherapie hat bei Lafer zu erheblichen körperlichen Veränderungen geführt. So hat er 25 Kilogramm Gewicht verloren, und auch seine Haare sind ihm ausgefallen. Das Kochen, seine große Leidenschaft, fällt ihm zunehmend schwer, da ihm das Essen nicht mehr so leicht von der Hand geht. Trotz dieser Herausforderungen bleibt Lafer optimistisch und ist entschlossen, sich der Situation zu stellen.
Eine Prognose bezüglich seiner verbleibenden Lebenszeit kann ihm jedoch niemand geben. Ärzte haben darauf hingewiesen, dass die Überlebenszeiten stark variieren können. Lafer berichtete von einem Patienten, der nur ein Jahr überlebt hat, während andere bis zu zehn Jahre mit der Krankheit leben können. Er selbst ist 68 Jahre alt und hat bereits viele Höhen und Tiefen in seinem Leben erlebt.
Reflexionen und Zukunftswünsche
Die Krebserkrankung hat Lafer dazu veranlasst, über sein Leben nachzudenken. Er hat erkannt, dass man nichts aufschieben sollte, was ihn dazu motiviert, an seinen Träumen festzuhalten. Ein besonderes Ziel ist eine Reise zum Mount Everest. Lafer wünscht sich, das Basislager des höchsten Berges der Welt im Himalaya zu besuchen.
In dieser schweren Zeit erhält er Rückhalt von seiner Familie, insbesondere von seiner Frau und seinen beiden Kindern. Der Kontakt zu Freunden und Kollegen, darunter der ebenfalls erkrankte Alfons Schuhbeck, bietet ihm zusätzliche Unterstützung. Lafer freut sich über die Nachrichten von Menschen, die sich nach längerer Zeit wieder bei ihm gemeldet haben.
Die Entdeckung seiner Erkrankung
Die Krebserkrankung wurde bei Lafer zufällig während einer Fastenkur entdeckt. Bei einer Routineuntersuchung wurden Schatten in der Leiste sichtbar, obwohl er zu diesem Zeitpunkt keine Schmerzen hatte. Nach der Entfernung mehrerer Lymphknoten bestätigte sich die Diagnose eines indolenten Non-Hodgkin-Lymphoms. Lafer hat in einem persönlichen Statement betont, dass er weiterhin aktiv arbeiten möchte und viele seiner geplanten Auftritte und Termine wahrnehmen kann.
Der Austausch mit anderen, das Kochen und die Begegnungen mit seinen Kollegen geben ihm viel Kraft und Freude. Trotz der schweren Diagnose bleibt Lafer kämpferisch und möchte das Beste aus der verbleibenden Zeit machen.
Quellen: n-tv, stern
Bildquelle: Von Michael Lucan – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=31486721