Am 22. Juli 2026 um 09:06 Uhr informierte das Polizeipräsidium Mainz über einen Betrugsversuch, der während der aktuellen Sommerhitze stattfand. In Rheinhessen wurde eine 65-jährige Frau im Juni durch eine Werbeanzeige auf Facebook auf einen Anbieter für Klimaanlagen aufmerksam. Der verlockende Preis führte dazu, dass sie über einen bereitgestellten Link zwei Klimageräte bestellte und den Betrag sofort über PayPal bezahlte.
Verdacht und eigene Nachforschungen
Nach dem Kauf begannen jedoch Zweifel zu keimen. Die Bestellbestätigung erschien der Frau unseriös und veranlasste sie dazu, selbst im Internet nach Informationen zu suchen. Ihre Recherchen bestätigten schnell ihre Bedenken: Diverse Erfahrungsberichte anderer Nutzer deckten den Anbieter als Teil eines Betrugsnetzwerks auf, das offenbar keine Ware führte.
Vorbildliche Reaktion der Geschädigten
Die 65-Jährige handelte zügig und dokumentierte alle relevanten Informationen. Sie stellte umgehend einen Antrag auf Käuferschutz bei PayPal und erhielt den vollen Betrag zurück. Trotz des positiven finanziellen Ergebnisses entschloss sich die Frau, eine Strafanzeige bei der Polizei zu erstatten, um die Betrüger zur Rechenschaft zu ziehen. Die Unsicherheit, die sie in den drei Wochen nach dem Vorfall verspürte, war jedoch erheblich.
Warnung der Polizei und Verhaltenstipps
Die Polizei warnt vor der aktuellen Betrugsmasche und gibt folgende Ratschläge:
- Seien Sie vorsichtig bei Werbung, die auf sozialen Medien wie Facebook, Instagram oder TikTok geschaltet wird, insbesondere wenn sie auf sogenannte „Fakeshops“ verweist.
- Wenn Preise deutlich unter dem Marktpreis liegen, sollte besondere Skepsis angebracht sein.
- Prüfen Sie unbekannte Online-Shops vor der Bestellung gründlich. Achten Sie auf ein vollständiges Impressum, einschließlich Handelsregistereintrag und Kontaktinformationen.
- Bevorzugen Sie Bezahldienste mit Käuferschutz oder die Zahlung auf Rechnung. Vermeiden Sie Vorkasse oder Zahlungen an Unbekannte ohne Käuferschutz.
- Falls Sie Opfer eines Betrugs werden, sichern Sie alle Belege wie Bestellbestätigungen und Zahlungsnachweise, kontaktieren Sie umgehend Ihren Zahlungsdienstleister und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
Für weiterführende Informationen stehen die Webseiten polizei-beratung.de und die Verbraucherzentralen zur Verfügung.
Für Rückfragen ist das Polizeipräsidium Mainz unter der Telefonnummer 06131 / 65-30022 oder per E-Mail unter ppmainz.presse@polizei.rlp.de zu erreichen.
Weitere Informationen finden Sie auch auf der offiziellen Webseite der Polizei Rheinland-Pfalz.
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Quellen: presseportal, Focus
Bildquelle: Christian Wiediger auf Unsplash