Verschiedene Schokoladenprodukte, die als Potenzmittel angepriesen werden, enthalten einen Wirkstoff, der in Lebensmitteln nicht vorkommen sollte. Eine zuständige Behörde hat nun eine Warnung ausgesprochen.
Die vermeintlichen Schokoladenprodukte, die Namen wie „evelle Hilti“, „Night Longer“, „Drill Chocolate“ oder „Vigor King“ tragen, versprechen eine Steigerung der Manneskraft und Energie. Verbraucherschützer haben jedoch Bedenken geäußert, dass einige dieser Süßigkeiten gesundheitliche Risiken bergen.
Hinter dem als „natürlich“ beworbenen Aphrodisiakum verbirgt sich häufig der verschreibungspflichtige Wirkstoff Sildenafil, der zur Behandlung von Erektionsstörungen eingesetzt wird und nicht in Lebensmitteln enthalten sein sollte. Entsprechend ist er auch nicht auf den Zutatenlisten der Produkte aufgeführt.
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Sildenafil ist keineswegs harmlos. Zu den möglichen Nebenwirkungen zählen Kopf- und Magenschmerzen, Sehstörungen, Rötungen im Gesicht sowie ernsthafte Herz-Kreislauf-Probleme. Besonders gefährdet sind Personen mit bestehenden Herzkrankheiten. Auch Männer mit Leberinsuffizienz oder erblich bedingten Netzhauterkrankungen wie Retinitis pigmentosa sollten vorsichtig sein.
Nach Angaben des Ministeriums für Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Nordrhein-Westfalen wurden die betroffenen Produkte über das Internet verkauft. Der angebliche Hersteller aus der Türkei existiert jedoch nicht. Der Online-Händler Amazon hat die fraglichen Artikel mittlerweile aus dem Sortiment entfernt.
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Es ist nicht neu, dass Schokolade als Liebesbooster vermarktet wird. Auch Zusätze wie Ginseng sind in solchen Produkten verbreitet. Allerdings gibt es keine nachgewiesene Wirkung dieser Inhaltsstoffe, weshalb Gesundheitsversprechen in der EU grundsätzlich verboten sind.
Aktuelle Warnungen zu den betroffenen Produkten werden auf dem Portal lebensmittelwarnung.de veröffentlicht.
Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass Sildenafil und Tadalafil illegal in Nahrungsergänzungsmitteln verwendet werden.
Die Warnung vor diesen Produkten ist ein wichtiger Schritt, um die Gesundheit der Verbraucher zu schützen und sie über die Risiken aufzuklären.