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Vogelgrippe-Alarm: Was die rasante Ausbreitung für uns und unsere Tiere bedeutet

Die Vogelgrippe breitet sich rasant in Deutschland aus, insbesondere betroffen sind derzeit Kraniche in Brandenburg und Berlin. Die Geflügelpest fordert bereits tausende Opfer unter Wildvögeln…

Vogelgrippe-Alarm: Was die rasante Ausbreitung für uns und unsere Tiere bedeutet

Die Vogelgrippe breitet sich rasant in Deutschland aus, insbesondere betroffen sind derzeit Kraniche in Brandenburg und Berlin. Die Geflügelpest fordert bereits tausende Opfer unter Wildvögeln und wirft wichtige Fragen bezüglich der Übertragung auf Menschen und Haustiere auf. Experten klären über die aktuelle Situation und Schutzmaßnahmen auf.

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Was steckt hinter dem aktuellen Ausbruch?

Obwohl Vogelgrippe-Viren theoretisch saisonale Verläufe zeigen, zirkulieren sie heutzutage ganzjährig. Derzeit wird das H5N1-Virus vor allem durch Kraniche verbreitet, die auf ihren Zügen in Winterquartiere zehntausende Vögel an Rastplätzen zusammenbringen. Drei etablierte Flugrouten durch Europa dienen als potenzielle Verbreitungswege, wobei die west-europäische Route, die durch Deutschland führt, aktuell besonders stark betroffen ist.

Wie erkenne ich erkrankte Vögel und was ist zu tun?

  • Symptome bei Vögeln können Appetitlosigkeit, Durchfall, Atemnot und Schwellungen im Kopf- und Halsbereich sein. Viele Tiere sterben innerhalb von ein bis zwei Tagen an Organversagen.
  • Bei Funden von toten oder krank wirkenden Wildvögeln sollten diese nicht berührt werden. Stattdessen ist eine schnelle Information des zuständigen Veterinäramtes, der Polizei oder Feuerwehr notwendig.
  • Haustiere und Kinder sollten von den Fundorten ferngehalten werden.

Was passiert mit den toten Vögeln?

Die Kadaver werden gesammelt und zur Tierkörperbeseitigung transportiert. Dort werden sie bei hohen Temperaturen eingekocht, um das Virus abzutöten. Anschließend können Teile der Tiere, beispielsweise als Tierfutter, weiterverwertet werden.

Sind nur Vögel betroffen?

Zwar sind in Deutschland aktuell vor allem Wasservögel und Hühnervögel betroffen, doch in der Vergangenheit kam es bereits zu Artensprüngen auf Säugetiere wie Füchse, Nerze und sogar Meeressäuger. In den USA wurden zuletzt auch Milchkühe infiziert. Kleinere Singvögel und Stadttauben spielen bei der Verbreitung kaum eine Rolle.

Können sich Menschen anstecken?

Eine Übertragung auf den Menschen ist sehr selten, aber theoretisch möglich. Eine Vogelgrippe-Erkrankung beim Menschen ist in Deutschland bisher nicht bekannt geworden. Eine fortgesetzte Übertragung von Mensch zu Mensch ist weltweit extrem unwahrscheinlich. Ein enger Kontakt zu erkranktem oder verendetem Geflügel ist für eine Infektion notwendig. Dennoch ist Vorsicht geboten, da Menschen das Virus auch ohne eigene Infektion weitertragen und Hausgeflügel infizieren können.

Sind Haustiere wie Hunde und Katzen gefährdet?

Im Sommer 2023 starben in Polen Katzen an H5N1-Infektionen. Hunde gelten als weniger anfällig, können sich theoretisch aber ebenfalls infizieren. Haustiere sollten keinen unbeobachteten Freigang in Gebieten mit gemeldeten Vogelgrippe-Fällen haben. Eine Übertragung von Haustieren auf den Menschen ist unwahrscheinlich, aber nicht gänzlich auszuschließen.

Sind Geflügelprodukte sicher?

Geflügelfleisch und Eier aus dem regulären Handel sind unbedenklich. Das Virus ist hitzeempfindlich und wird bei Temperaturen von mindestens 70 Grad Celsius sicher abgetötet. Gut durchgegartes Fleisch und hart gekochte Eier sind daher sicher. Von rohen Eiprodukten sollte abgesehen werden.

Wirtschaftliche Auswirkungen

Die Seuche stellt eine Gefahr für Geflügelhalter dar, da bei einem Ausbruch der gesamte Bestand gekeult werden muss. Es gibt Bestrebungen, die Entschädigungszahlungen für betroffene Tiere zu erhöhen. Nutztierhalter sind über die Tierseuchenkasse abgesichert, wobei Folgeschäden wie Strafen für nicht erfüllte Lieferverträge nicht abgedeckt sind.

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