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Fußball-Initiative gegen Rassismus zieht positive Bilanz

Ein dreijähriges Pilotprojekt des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) und Makkabi Deutschland zur Bekämpfung von Rassismus im Amateurfußball hat seine Abschlussphase erreicht. Die…

Fußball-Initiative gegen Rassismus zieht positive Bilanz

Ein dreijähriges Pilotprojekt des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) und Makkabi Deutschland zur Bekämpfung von Rassismus im Amateurfußball hat seine Abschlussphase erreicht. Die Initiative "Fußballzeit ist die beste Zeit gegen Rassismus" setzte auf praxisnahe pädagogische Trainings direkt auf dem Platz, um Vereine für das Thema zu sensibilisieren und sie zu Multiplikatoren auszubilden. Die Ergebnisse des Projekts sind vielversprechend und eine bundesweite Ausrollung ist geplant.

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Key Takeaways

  • Ein dreijähriges Pilotprojekt gegen Rassismus im Fußball wurde erfolgreich beendet.
  • Die Teilnehmer bewerteten die Maßnahmen überwiegend positiv und fühlten sich kompetenter im Umgang mit Rassismus.
  • Das Projekt soll nun bundesweit ausgerollt werden, um mehr Vereine zu erreichen.

Projektziele und Methodik

Das Projekt zielte darauf ab, Rassismus im Amateurfußball aktiv entgegenzuwirken. Anstatt theoretischer Schulungen wurden die Trainings direkt auf dem Spielfeld durchgeführt. Dies sollte die Hemmschwelle senken und die Akzeptanz bei den Teilnehmern erhöhen. "Wir müssen Aufmerksamkeit für das Thema schaffen, damit wir die Vereine zu Multiplikatoren im Kampf gegen Rassismus befähigen können", erklärte Projektleiter Patrick Bonacker vom DFB.

Ergebnisse und Teilnehmerresonanz

Insgesamt wurden 1.169 Vertreter aus 165 Amateurvereinen erreicht, wobei 75 Maßnahmen umgesetzt wurden. Eine bemerkenswerte Zahl von fast 90 Prozent der Teilnehmenden gab an, sich durch die Trainings kompetenter im Umgang mit rassistischen Vorfällen zu fühlen. NOFV-Präsident Hermann Winkler betonte die Dankbarkeit der Teilnehmer für die "praxisnahen Übungen".

Ein zentraler Bestandteil der Trainings war das bewusste Spiel mit Vorurteilen. Makkabi-Präsident Alon Meyer beschrieb, wie in Momenten körperlicher Anstrengung Fragen gestellt wurden, die die Teilnehmer dazu brachten, unüberlegte Antworten zu geben. Diese Selbsterkenntnis und die anschließenden Diskussionen seien entscheidend, um Kinder und Jugendliche zu erreichen und sie zu Botschaftern gegen Rassismus zu machen.

Ausblick und bundesweite Umsetzung

Angesichts der positiven Ergebnisse plant der DFB nun, das Projekt "bundesweit auszurollen". DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann mahnte jedoch, dass dies eine Daueraufgabe sei und das Thema "permanent auf der Tagesordnung" bleiben müsse. Er plant, das Projekt auch dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) vorzuschlagen und Schulen einzubeziehen.

Die gesammelten Erfahrungen sollen in die bundesweite Umsetzung einfließen, wobei ein "ganzheitlicher Ansatz unter dem gesamten Thema Antidiskriminierung" verfolgt wird. Die Realisierung dieses Vorhabens, das auch die Akquise von Fördergeldern und erhebliche personelle Ressourcen erfordert, wird bestenfalls im nächsten Jahr angestrebt. Alon Meyer sieht den Fußball auf einem guten Weg, nachdem er früher zu lange als unpolitisch galt und damit "das Feld an die radikalen Gruppen rechts wie links überlassen" hatte.

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