Am Sonntag wurden in Frankreich drei Atomreaktoren aufgrund der anhaltenden Hitzewelle heruntergefahren. Ziel dieser Maßnahme ist es, eine Abgabe von zu warmem Kühlwasser in die Gewässer zu verhindern. Laut dem Betreiber EDF sind die betroffenen Reaktoren in Golfech an der Garonne, in Bugey an der Rhône und in Chooz an der Meuse.
Zusätzlich sind in mehreren anderen Kraftwerken, darunter Saint-Alban, Blayais und Bugey, die Leistungen von jeweils zwei Reaktoren reduziert worden. Auch in Chooz sowie in Tricastin an der Drôme wurden Reaktoren gedrosselt. Die Anlage in Tricastin konnte jedoch am späten Nachmittag wieder in den Normalbetrieb umschalten. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die Umwelt zu schützen, indem die Temperatur des abgeleiteten Kühlwassers kontrolliert wird.
Derzeit erlebt Frankreich die dritte Hitzewelle innerhalb von nur zwei Monaten. Bereits während der vorherigen Hitzewelle im Juni musste EDF Reaktoren abschalten, um den Vorschriften zur Kühlwasserableitung gerecht zu werden. Die aktuellen Wetterbedingungen haben in den letzten Tagen zu einem signifikanten Anstieg der Wassertemperatur in der Garonne geführt, die voraussichtlich 28 Grad erreichen wird. Diese Umstände erfordern eine präzise Überwachung sowie Anpassungen der Betriebsabläufe in den Atomkraftwerken.
Quellen: Bild, derstandard