Im Nahen Osten haben sich die Spannungen weiter intensiviert, nachdem die iranischen Revolutionsgarden in den frühen Morgenstunden des Mittwoch militärische Einrichtungen der US Navy in Bahrain und eine US-Basis in Kuwait ins Visier genommen haben. Diese Angriffe fielen in eine vierte Nacht von US-Luftschlägen gegen den Iran, die im Kontext der von Präsident Donald Trump wiederhergestellten Blockade gegen die iranische Schifffahrt in der strategisch bedeutenden Straße von Hormuz stehen.
Die Revolutionsgarden betonten, ihre Attacken seien eine Reaktion auf die militärischen Aktivitäten der USA, die darauf abzielten, die Kontrolle über die Straße von Hormuz zu gewinnen. In einer offiziellen Mitteilung drohten sie, alternative Routen für Energieexporte zu schließen, sollten die USA weiterhin versuchen, die Öl- und Gasexporte der Region zu behindern. Sie stellten klar, dass die Energieexporte aus der Region „für alle oder für niemanden“ sein werden, ohne jedoch spezifische Routen zu nennen, die blockiert werden könnten.
Raketenwarnungen wurden am Mittwochmorgen in Bahrain und Kuwait ausgelöst, als die Länder intensiven Beschuss aus dem Iran erlitten. Diese Angriffe sind mittlerweile zu einem täglichen Ereignis geworden und belasten den ohnehin fragilen Waffenstillstand in der Region. Jordanien berichtete zudem von der Abfangung dreier eingehender iranischer Raketen, während die kuwaitische Armee mitteilte, dass ihre Luftabwehr erfolgreich iranische Drohnenangriffe abwehren konnte.
Die iranischen Streitkräfte gaben an, erneut US-Militäranlagen am Luftwaffenstützpunkt Azraq in Jordanien angegriffen zu haben. Admiral Brad Cooper von der US Navy, der das Central Command leitet, bestätigte, dass Iran Dutzende von Raketen und Drohnen auf benachbarte Golfstaaten abgefeuert hat. Das US-Militär vermeldete weitere Luftangriffe, die über einen Zeitraum von sieben Stunden Dutzende von Zielen trafen, um die Blockade durchzusetzen.
Um präzise Munition gegen iranische Raketen- und Drohnenstandorte sowie gegen deren maritime Fähigkeiten und Küstenschutzsysteme einzusetzen, setzten die US-Streitkräfte Kampfflugzeuge, Drohnen und Marineeinheiten ein. Ziel dieser Militäraktionen war es, Irans Kapazität zur Bedrohung kommerzieller Schifffahrt und ziviler Besatzungen zu verringern.
In einem Interview kündigte Präsident Trump an, dass die USA iranische Kraftwerke angreifen würden, falls Teheran nicht an den Verhandlungstisch komme. Er erklärte, dass in der kommenden Woche Angriffe auf Kraftwerke und Brücken geplant seien. Trump betonte, dass er die Energieziele bis zur letzten Minute bewahren wolle, jedoch letztlich alle iranischen Kraftwerke ausschalten würde, sollte es zu keinen Verhandlungen kommen.
Diese Drohungen sind kein neues Phänomen. Der Konflikt zwischen den USA und Iran hat sich in den vergangenen Wochen verschärft, vor allem nach einem tödlichen Angriff auf einen Tanker in der Straße von Hormuz. Die US-Regierung hatte die Blockade ursprünglich Mitte April verhängt und im Juni wieder aufgehoben, nachdem ein vorläufiges Abkommen unterzeichnet worden war, das eine 60-tägige Verhandlungsfrist über Irans Atomprogramm festlegte. Diese Gespräche sind jedoch ins Stocken geraten, während die Kämpfe um die Straße von Hormuz zugenommen haben.
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Quellen: euronews, tagesschau