Der ehemalige Fußballprofi und TV-Experte Mario Basler (57) hat erneut mit abfälligen Äußerungen über den Frauenfußball für Aufsehen gesorgt. In seinem Podcast „Mario Basler – letzter Typ“ äußerte er sich abfällig über die Frauenfußballszene und erntete dafür scharfe Kritik von Union Berlin. Anlässlich des Weltfrauentags am 8. März veröffentlichte der Verein einen Ausschnitt aus Baslers Kommentaren, überlagerte sein Gesicht mit einem Clowns-Emoji und kommentierte auf Instagram: „Manche Clowns sollten lieber still bleiben. Heute ist internationaler Weltfrauentag – und Unioner feiern nicht nur an diesem Tag all unsere Frauen und Mädels.“ Begleitend dazu präsentierte der Klub ein Video, das beeindruckende Tore, starke Tacklings und die Leidenschaft der Union-Frauen zeigt. Ein sportlicher Konter, der Wirkung zeigt.
Baslers ablehnende Haltung gegenüber Frauenfußball
Bereits vor 13 Jahren äußerte sich der Ex-Hertha-Spieler (78 Einsätze, 19 Tore von 1991 bis 1993) mit den Worten: „Fußball ist nichts für Frauen“ und „Wenn Mädels auf dem Rasen rumtoben wollen, sollen sie ein Netz aufstellen und Tennis spielen. So wie in Wimbledon. Das ist sexy! Aber Frauenfußball? Nö!“ Im aktuellen Podcast wiederholte Basler seine abfälligen Ansichten: „Da hat sich nichts geändert. Das hat mit Fußball nichts zu tun. Alleine wenn sie rennen, wenn sie schießen, wenn sie grätschen. Wann siehst du mal eine Grätsche bei einer Dame? Ich bleibe dabei: Es ist kein Frauensport!“
Reaktion der Moderatorin
Die Moderatorin Katharina Reckers entgegnete darauf: „Vielleicht ist das nicht der richtige Weg. Du siehst es als Ehrlichkeit, aber vielleicht wäre es der richtige Moment, einmal die Fresse zu halten.“ Diese klaren Worte im Podcast wurden von Union Berlin mit einer ebenso deutlichen Antwort aus Köpenick konterkariert.
Union Berlin fördert den Frauenfußball
Union Berlin setzt sich aktiv für die Professionalisierung des Frauenfußballs ein. Vor zwei Jahren investierte der Verein 25 Millionen Euro in den Bau des Trainingszentrums Oberspree, das speziell für Frauen- und Jugendmannschaften konzipiert wurde. Darüber hinaus wurden alle Spielerinnen mit Profiverträgen ausgestattet. Diese Maßnahmen zeigen Wirkung: Nach zwei Aufstiegen in Folge spielt die Frauenmannschaft nun in der höchsten Liga und belegt derzeit den 9. Platz. In der 2. Liga sorgten die Köpenickerinnen bereits für einen Zuschauerrekord: 14.047 Fans feierten den Sieg gegen Ingolstadt im Stadion An der Alten Försterei. Ein Interesse, von dem Basler bei seiner Solo-Tour „Basler ballert“ nur träumen kann. Zudem gelang Union der Testspiel-Erfolg unter Baumgart, was die positive Entwicklung des Vereins unterstreicht.
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