Kiew – Vor wenigen Tagen äußerte sich der russische Präsident Wladimir Putin optimistisch über den Verlauf des Krieges und erklärte, dieser neige sich „dem Ende zu“. Doch die Realität sieht anders aus: Am Dienstag meldete der ukrainische Militärgeheimdienst einen massiven Angriff Russlands auf die Ukraine, der auch die Hauptstadt Kiew betrifft.
Auf Anweisung Putins wurden zunächst mehrere Schwärme von Drohnen entsandt, um die ukrainische Luftabwehr zu überlasten. Laut Angaben der ukrainischen Luftwaffe waren zu Beginn des Angriffs am Mittag mindestens acht Gruppen von Kamikaze-Drohnen des Typs Shahed in der Luft. Eine weitere Gruppe soll bereits aus Richtung des Schwarzen Meeres im Anflug gewesen sein. Insgesamt setzte Russland über 200 Drohnen ein, wobei ein erheblicher Teil aus Weißrussland eindrang.
Angriff auf kritische Infrastruktur
In der zweiten Phase des Angriffs plant Russland, die Ukraine mit Raketen zu bombardieren. Die Ziele umfassen unter anderem die Energieinfrastruktur sowie kritische Einrichtungen wie Krankenhäuser, Militärstandorte und Regierungsgebäude. Aus Kiew wurden bereits Explosionen gemeldet, und mindestens drei Personen sollen verletzt worden sein, wie unter anderem der Kyiv Independent berichtet.
Hintergrund der Angriffe
Die aktuellen Angriffe erfolgen im Kontext eines Waffenstillstands, den der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj um den 9. Mai herum anstreben wollte. Er hatte zugesagt, die Siegesparade in Moskau nicht anzugreifen, sofern ein Gefangenenaustausch stattfinde. Putin behauptet jedoch, dass Kiew keine entsprechende Liste übermittelt habe.
Die Entwicklungen in der Ukraine zeigen, dass die Situation weiterhin angespannt bleibt und die militärischen Auseinandersetzungen unvermindert fortgeführt werden.
Quellen: Bild, Focus