Nach 50 Tagen ohne Niederlage erlebte Hertha-Trainer Stefan Leitl eine herbe Enttäuschung im Spiel gegen den 1. FC Magdeburg, das mit 0:2 endete. Der Verlust gegen den Tabellenletzten sorgte für erheblichen Frust, da die Mannschaft statt des erhofften achten Sieges in Folge eine unerwartete Niederlage hinnehmen musste.
Leitl äußerte sich vor dem Sky-Mikrofon deutlich: „Die Serie interessiert mich nicht, mich interessiert, wie meine Mannschaft Fußball spielt. Wenn wir so Fußball spielen wie heute, werden wir in dieser Liga wenige Spiele gewinnen. Es fühlt sich richtig scheiße an.“ Er betonte, dass die Mannschaft viel investiert habe, um am Ende ohne Punkte dazustehen.
Fehler und Unkonzentriertheit
Nachdem Hertha in den letzten Wochen eine starke Form gezeigt hatte, wirkte die Mannschaft gegen Magdeburg, insbesondere nach dem beeindruckenden Pokalauftritt gegen Kaiserslautern (6:1), müde und unkonzentriert. Leitl kritisierte das entscheidende Gegentor nach einer Ecke, das seiner Meinung nach auf mangelnde Konzentration zurückzuführen war. „Da fehlt der letzte Fokus, um diese Serie auch weiterzuführen“, fügte er hinzu.
Kritische Spielszenen
Besonders ärgerlich war die Situation in der 74. Minute, als Magdeburg-Profi Atik nach einer kurzen Ecke Cuisance ausspielte und den Ball zu Nollenberger flankte, der das 1:0 erzielte. Leitl war über diese Situation sehr verärgert, ebenso wie Torwart Ernst, der seine Vorderleute zurechtwies.
In der Nachspielzeit kam es zu einem weiteren Fehler, als der Hertha-Außenverteidiger Karbownik den Ball am eigenen Strafraum verlor. Der Joker Ghrieb von Magdeburg nutzte die Gelegenheit und erzielte das 0:2. Diese Fehler werden nicht toleriert, insbesondere nicht gegen den Tabellenletzten.
Das Spiel hätte bereits früh in eine positive Richtung kippen können. Nach nur zwei Minuten schoss Kapitän Reese den Ball aus kurzer Distanz knapp am linken Pfosten vorbei. Später verpasste Gechter mit einem Doppelkopfball den Ausgleich, indem er zunächst am Magdeburg-Torwart Reumann und dann am Pfosten scheiterte.
Es ist klar, dass eine Mannschaft, die um den Aufstieg spielt, zu Hause gegen den Tabellenletzten nicht verlieren darf.
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