„Wir sind immer präsent und man sieht uns überall – aber wir sind Inventar“, erklärt Patti Heidrich, die seit fünf Jahren als Ordnerin beim 1. FC Union Berlin tätig ist. Eingepackt in eine warme Winterjacke, Handschuhe und eine grelle orange Warnweste, steht sie am Eingang des Stadions an der Alten Försterei.
Die singende Ordnerin
Die 53-Jährige, die von allen nur Patti genannt wird, hat ihre Leidenschaft für den Fußball und die Musik miteinander verbunden. So ist sie Teil des Duetts Steinlandpiraten und hat einen Song über ihren Verein verfasst, der die Erlebnisse und Begegnungen am Stadion beschreibt. Ihr Lied mit dem Titel „Ich bin Ordner beim FC Union“ reflektiert die Atmosphäre zwischen den Fans und dem Sicherheitsteam.
Einblick in die Arbeit
Heidrich kontrolliert Tickets, durchsucht Taschen und hat dabei stets ein Lächeln für die Besucher parat. „Meine Beziehung zu Union ist eigentlich erst durch das Ordner-Sein so richtig eng und intensiv geworden“, berichtet sie und betont, dass die Arbeit nicht nur Pflichten umfasst, sondern auch Freude bereitet.
Emotionale Bindung an den Verein
Die singende Ordnerin hebt hervor, dass trotz ihrer intensiven Arbeit am Einlass die Spiele, besonders wenn sie eine größere Bedeutung haben, nicht einfach anzusehen sind. „Ich liebe Union“, sagt Heidrich, „aber ich kann mir nicht so gut die Spiele angucken.“
Ihr Arbeitstag dauert insgesamt sechs bis sieben Stunden, wobei sie die Herausforderungen von kaltem Wetter und Regen meistern muss. Dennoch empfindet sie beim Rückblick auf ihre Erlebnisse eine tiefe Zufriedenheit. „Hier zu arbeiten, ist ein bisschen wie Heimat“, resümiert Patti Heidrich.
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