Am Freitagabend, als das Spiel im Stadion An der Alten Försterei zu Ende ging, kannte die Mannschaft des 1. FC Union Berlin nur einen Weg: Sie eilten zu Tim Skarke, um ihn zu umarmen. Mit seinem Treffer zum 3:1 in der Nachspielzeit, erzielt nach seiner Einwechslung in der 85. Minute, beseitigte der Stürmer nicht nur die letzten Zweifel am wichtigen Sieg über Rasenballsport Leipzig, sondern beendete zudem eine bemerkenswerte Torflaute.
Ein langer Weg zum Tor
Insgesamt hatte Skarke seit seinem Wechsel zu Union im Sommer 2022 in 54 Spielen für die Köpenicker gespielt, meist als Einwechselspieler. Dabei gab er 39 Schüsse ab, ohne ein einziges Tor zu erzielen.
Zuvor war er an Schalke 04 und Darmstadt 98 ausgeliehen gewesen, wo er 9 Bundesligatore erzielte. Doch im Union-Trikot wollte es zunächst nicht klappen. Trotz seines unermüdlichen Einsatzes, einschließlich Grätschen und Schießen, blieb ihm der Torerfolg verwehrt, was gerade bei Stürmern entscheidend ist. Ilyas Ansah beschrieb Skarke als einen, „der immer für die Mannschaft da ist“.
Erleichterung und Teamgeist
Die Erleichterung am Freitag war greifbar. „Da fällt ein Riesenstein von mir ab“, äußerte Skarke vor der ARD-Kamera, sichtlich emotional. Diese Aussage spiegelt die kollektive Freude der Mannschaft und der Fans wider. Über fast drei Monate hinweg war kein Berliner Stürmer mehr erfolgreich gewesen, was Trainer Steffen Baumgart vor dem Spiel als „auf die Eier“ gehend bezeichnete. Oliver Burke und Ilyas Ansah hatten zuletzt gegen Frankfurt im September getroffen und somit die Negativserie beendet.
Nach einem Konter, bei dem auch die eingewechselten András Schäfer und Andrej Ilic involviert waren, gelang Skarke schließlich der Befreiungsschlag. „Das war ein schwerer Weg, auch für die anderen Stürmer, und gibt uns Auftrieb“, sagte Skarke. Die Freude über sein Tor zeigt den starken Teamgeist bei Union.
Positive Auswirkungen auf die Tabelle
Die Nacht war nicht nur für Skarke, sondern für das gesamte Team von Bedeutung. Nach schmerzlichen Niederlagen gegen Heidenheim und Wolfsburg, die den Abstand zur Abstiegszone verringerten, könnte dieser Sieg der Mannschaft neue Zuversicht geben. Union steht nun mit 18 Punkten in einer stabilen Position. Ein weiterer Sieg gegen Köln am kommenden Wochenende könnte bereits die Hälfte der angestrebten 40 Punkte einbringen.
„Ob der Bann gebrochen ist, werden wir sehen“, meinte Baumgart, stellte jedoch fest, dass die Tore der Stürmer in den kommenden Wochen von Bedeutung sein könnten.
Bildquelle: Shutterstock