Wie geht es weiter nach dem Vorfall im Olympiastadion? Hertha BSC hat sich zu den Ereignissen rund um das Spiel gegen Schalke 04 geäußert, das von zahlreichen Gewalttaten überschattet wurde. Bei diesem Topspiel, das sich schnell zu einem Trauerspiel entwickelte, fielen null Tore und die Stimmung war geprägt von über 50 Verletzten.
Die Aktiven der Ultras in der Ostkurve betrübten zunächst den Todestag des ehemaligen Präsidenten Kay Bernstein, bevor sie nach nur 16 Minuten das Stadion verließen. Der Anlass für diesen Abgang waren gewaltsame Auseinandersetzungen mit der Polizei am Einlass. Diese Ereignisse führten zu 30 verletzten Fans und 21 verletzten Polizisten, wobei beide Seiten einander die Schuld zuschieben.
Gespräche zur Klärung der Vorfälle
Herthas Geschäftsführer Peter Görlich kündigte an, dass er das Gespräch mit Innensenatorin Iris Spranger (SPD), die sich ebenfalls im Stadion befand, der Polizei und der Fanszene suchen wird, um eine umfassende Aufklärung zu ermöglichen. Laut einer Stellungnahme von Hertha BSC sei Spranger für jede verletzte Person während des Spiels verantwortlich.
In der offiziellen Erklärung von Hertha BSC wird darauf hingewiesen, dass in den letzten Monaten der Eindruck entstand, dass die Einsatzkonzepte und die polizeiliche Präsenz von Fans als zunehmend konfrontativ wahrgenommen werden. Dies konnte während der Ereignisse am Spieltag nicht widerlegt werden. Die unterschiedlichen Sichtweisen der Beteiligten verdeutlichen die Notwendigkeit einer transparenten und frühzeitigen Kommunikation zwischen allen Akteuren, um Missverständnisse und Eskalationen zu vermeiden. Hertha hat nun erneut den Wunsch geäußert, ein fortlaufendes Gesprächsformat mit der Polizei Berlin zu etablieren.
Vorangegangene Auseinandersetzungen
Bereits am Samstagabend berichtete die Polizei von gewalttätigen Angriffen einzelner Fangruppen auf die Einsatzkräfte vor dem Anpfiff, wobei Beamte beleidigt und mit Gegenständen beworfen wurden. Zudem kam es zu Festnahmen von Ultras wegen des Verdachts auf Beleidigung, gefährliche Körperverletzung und besonders schweren Landfriedensbruch.
Die Gewalt hat eine Vorgeschichte, die am 14. Januar 2026 durch Hausdurchsuchungen bei mehreren Hertha-Fans durch bewaffnete Bundespolizisten sichtbar wurde. Diese Einsätze wurden von der Fanhilfe als unverhältnismäßig kritisiert. In diesem Zusammenhang wurden Beweismittel wie Sprayer-Utensilien und Pyrotechnik sichergestellt.
Am 1. November 2025 erlebte Hertha ebenfalls eine massive Polizeipräsenz im Stadion, wodurch sich die Fans bedrängt fühlten. Herthas Görlich äußerte nach dem Spiel die Absicht, alle Fakten zu sammeln und ein klärendes Gespräch zu führen, um ein positives Stadionerlebnis für alle zu fördern.
Der Capo der Hertha-Fans, bekannt als „Kreisel“, äußerte in der Debatte: „Die Polizei dringt in Bereiche ein, die für Fans vorgesehen sind. Provokationen rechtfertigen keinen Gewaltexzess.“
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