„Das ist schon sehr bitter, aber auch damit müssen wir umgehen. Unser Ziel war es nicht, Heidenheim in die Saison zurückzubringen“, erklärte ein sichtlich enttäuschter Union-Trainer Steffen Baumgart (53) nach der jüngsten 1:2-Niederlage. Diese Äußerung unterstreicht die schwierige Gemütslage bei Union Berlin nach einem unerwarteten Rückschlag. Anstatt eines Siegeserlebnisses vor dem anstehenden Pokalspiel gegen Bayern München muss der Verein nun innerhalb von drei Tagen die mentale Verfassung der Mannschaft wiederherstellen.
Unvermeidliche Analyse nach später Niederlage
Die späte Niederlage gegen den 1. FC Heidenheim, bei der Union Berlin in der 90. Minute und der fünften Minute der Nachspielzeit durch die eingewechselten Stefan Schimmer (31) und Jan Schöppner (26) zwei Gegentore kassierte, hat tiefgreifende Auswirkungen. Die Berliner haben jedoch kaum Zeit, diese Enttäuschung zu verarbeiten. Bereits am Mittwoch steht in der Alten Försterei das Pokal-Achtelfinale gegen den FC Bayern an.
Christopher Trimmel (38), Kapitän von Union Berlin, betonte die Notwendigkeit einer schnellen Verarbeitung der Ereignisse: „Wir sind alles Profis und müssen das halt natürlich schnell abhaken, weil es sich natürlich katastrophal anfühlt.“ Er fügte hinzu, dass seine langjährige Erfahrung im Fußball ihn nicht mehr schockiere und die Antwort auf dem Trainingsplatz liege. Trotz des knappen Zeitfensters müsse jeder Spieler dem Trainer demonstrieren, dass es sich um einen einmaligen Ausrutscher handelte.
Lehren für das bevorstehende Pokalduell
Der 38 Jahre alte österreichische Profi sieht in der Niederlage gegen Heidenheim auch eine wertvolle Lehre für die bevorstehende Begegnung mit dem FC Bayern, auch wenn der Wettbewerb ein anderer ist. „Man kann es vergleichen, weil ich glaube, dass du über 90 Minuten eine ganz klare, saubere Leistung brauchst“, erläuterte Trimmel. Dies verdeutlicht die Notwendigkeit einer konsequenten Leistung über die gesamte Spielzeit.
Gerade diese Konsistenz fehlte der Mannschaft gegen Heidenheim, insbesondere in der Schlussphase. „Wir haben das speziell die letzten 10, 15 Minuten einfach nicht gut gemacht. Und dann kriegt man halt in der Schlussphase zwei Gegentore und es ist nicht nur Pech, sondern wir sind schon auch selber Schuld“, analysierte Rani Khedira (32), der Mittelfeldspieler von Union Berlin.
Fokus auf Neuanfang und taktische Umsetzung
Khedira, der nach seinem Siegtreffer beim 1:0 gegen den FC St. Pauli am vergangenen Spieltag und seinem Tor zum 1:0 in der 43. Minute gegen Heidenheim erneut zu einem Matchwinner aufzusteigen schien, setzt nun auf einen Neuanfang. „Wir werden neu starten und versuchen, den Plan perfekt umzusetzen und dann da auch unsere Chance zu suchen.“
Bereits vor drei Spieltagen war der Rekordmeister in Berlin zu Gast. Damals konnte der FC Bayern durch ein spätes Tor in der dritten Minute der Nachspielzeit eine Saisonniederlage abwenden. Khedira erinnerte daran: „Damals wurden wir für den Punkt gefeiert – heute verlierst du das Spiel.“ Diese historische Perspektive verdeutlicht die Volatilität des Fußballs und die Notwendigkeit, sich stets neu zu beweisen. Die Mannschaft von Union Berlin steht nun vor der Herausforderung, diese Erfahrungen in positive Energie für das Pokalspiel umzuwandeln.
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